Mitmachen: Die 8-Minuten-Meditation

Zeitlosigkeit

Mir von der Sonne das Gesicht küssen
Und den Schnee schmelzen
lassen
Warme Frische und nasses Holz
einatmen
Und bei jedem Ausatmen loslassen:
Zeit.

(Maria R. Rossmanith)
 

«Wer meditiert, ist erwiesenermaßen glücklicher und gesünder. Dabei muss man nicht sein halbes Leben auf dem Meditationskissen verbringen: Bereits acht Minuten täglich reichen, um richtig und wirksam zu meditieren. Ganz ohne Anstrengung und mystisch-esoterisches Drumherum. Um innere Ruhe zu finden und die Stürme des Alltags gelassen zu meistern.»

Das ist der Text zum Buch «Die 8-Minuten-Meditation» von Victor N. Davich, Heyne-Verlag. Es ist leider im Moment vergriffen, daher die nachfolgende «Anleitung» frei nach dem Buch. Wer sich das empfehlenswerte Werk für einen zusätzlichen Motivationskick und genauere Anleitung (auch zu den Themenwochen!) besorgen will, bekommt es noch gebraucht im Internet (bei verschiedenen Alternativen zum Marktriesen mit A... selbstverständlich!). 

Was sich im ersten Moment nach Fast-Food-Mentalität anhört, ist in Wirklichkeit ein wertvolles Werkzeug für einen leichten Einstieg in die Meditationspraxis. Keine Überforderung durch übersteigerte Anforderungen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, anzufangen :-) 

«Das 8-Minuten-Meditationsprogramm wird Sie nicht im Stich lassen. In den nächsten acht Wochen werde ich Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg begleiten. Ich bin diesen Weg selbst gegangen und kann vorhersehen, welche Herausforderungen, Fragen und Zweifel dort auf Sie warten. Ich habe alle möglichen 'Hilfestellungen' in dieses Programm eingebaut.» (Victor Davich)


+++ VORBEREITUNG +++ 


Was Sie benötigen:
- Ihren Körper.
- 8 Minuten Tageszeit (am besten zu einer festen Zeit. Wichtig: Exakt 8. Nicht mehr, und nicht weniger! Dies das Ergebnis jahrelangelanger Meditationspraxis des Autors, also ein Erfahrungswert. Sie überfordern sich hiermit nicht, noch unterfordern Sie sich. Es geht um geistige Disziplin, und um eine Art Zähmen des Geistes - vertrauen Sie dieser Vorgabe :-)).
- Eine Sitzunterlage auf der Sie bequem 8 Minuten sitzen können. (Kann auch ein Stuhl zum Anlehnen sein, keine Selbstüberforderung im Schneidersitz!)
- Einen Wecker. (Meditationswecker bzw. Handy oder Wecker mit einem sanften Wecksignal.)

Wie Sie am besten sitzen:
- Sitzen Sie aufrecht, aber nicht verkrampft. (Der Kopf sollte leicht ins Doppelkinn geneigt sein; Stellen Sie sich eine Schnur vor, die Ihren Hinterkopf leicht nach oben zieht, die Augen je nach Vorliebe halb geöffnet oder geschlossen. - Erfahrungswerte!)
- Stellen Sie ihr Handy und andere mögliche Störquellen ab. Stellen Sie keine Musik an, auch nicht Meditationsmusik. 
- Vermeiden Sie wenn möglich, sich zu bewegen. 
- Suchen Sie sich eine Meditationsgruppe (Menschen, die parallel zu Ihnen 8 Wochen lang «mitmeditieren» möchten: Das motiviert ungemein und hilft dran zu bleiben.



+++ DIE 8 THEMEN-WOCHEN +++


# WOCHE 1: Einfach nur* Atmen

* «Wenn Sie meditieren und plötzlich feststellen, dass Sie den Teig für eine Ladung Kekse zusammenmischen oder überlegen ob Sie heute Abend chinesisch oder italienisch essen gehen, nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass Sie abgeschweift sind. Und dann kehren Sie einfach sanft zur Wahrnehmung Ihres Atems zurück, ohne sich selbst als «schlechten» Meditierenden zu verurteilen.» (Victor Davich) - Denn das ist normal. Meditieren bedeutet Üben. Die Gedanken werden wir nie gänzlich loswerden, wir können sie nur zulassen, beobachten wie Wolken am Himmel. Die Wolken werden weniger werden, wenn wir sie einfach wertfrei weiterziehen lassen und uns nicht verstricken. 


# WOCHE 2: Geräusche

Nehmen Sie die Geräusche um sich wahr. Lassen Sie diese An- und wieder Abschwellen. 


# WOCHE 3: Körper

Nehmen Sie Ihren Körper in seiner Gesamtheit wahr. Wenn Sie eine bestimmte Stelle wahrnehmen, bleiben Sie bei dieser und lassen diese zu, bis eine andere Ihre Aufmerksamkeit fordert. Wenn Gedanken auftauchen, wieder Zurückkehren zur Körperempfindung. 


[Die weiteren Wochen nachlesen in: «Die 8-Minuten-Meditation» von Victor N. Davich, Heyne-Verlag. Gebraucht erhältlich z.B. bei booklooker.de]



+++ Nachtrag: Mögliche «Probleme» (Erfahrungswerte aus der MEERSTERN-Gruppe): +++

- «Ich erschrecke immer so, wenn der Wecker klingelt!» Zen-Meister schlagen Ihre Schüler mit Stöcken, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Schüler während des «Zazen» unaufmerksam sind. Und unaufmerksam ist man, wenn man endlich mal ganz entspannt und genüsslich seinen Gedanken nachhängt oder in irgendeiner rosa-gelben meditativen Welt versunken... Bei unserem Meditieren geht es jedoch darum, dass man aufmerksam ist: Achtsam und gegenwärtig. Und da sollte man nicht erschreckt werden können! Dennoch können Sie sich einfach einen Wecker besorgen, der nicht gerade mit voller Lautstärke und unangenehmen Tönen seinen Dienst tut (grundsätzlich ohnehin empfehlenswert.)

- «Manchmal läuft es sehr gut, manchmal halte ich es kaum aus!» Denken Sie nicht Sie wären ein schlechter Meditierer oder es ginge nur Ihnen so. Weit gefehlt. Die einzige Meditation die schlecht ist, ist die, die Sie nicht machen, also Ausfallen lassen. Das heißt: Akzeptieren Sie, dass es manchmal unruhiger, unangenehmer als sonst ist. Erwarten Sie vor allen Dingen nicht zuviel. Meiner Erfahrung nach tritt der Effekt erst nach Wochen ein und nicht während des Sitzens. Und denken Sie daran, dass es 95% aller Mitmeditierenden genauso geht! Es ist immer in Ordnung. Victor Davich sagt hierzu, dass es um die Ausbildung von «Bewusstseinsmuskeln» geht, und dass Sie mit jeder meditierten Minute auf eine Art Konto einzahlen - und das wird sich auszahlen! 
 



Falls Sie Ihre persönliche Erfahrung mit uns teilen möchten oder Fragen auftauchen, die hier nicht beantwortet wurden, schreiben Sie uns.

Alles Weise ist leise.
^