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    <updated>2026-04-19T04:00:19+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Was bedeutet Spiritualität im Alltag?</title>
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                                             Spiritualität ist weder ein Hobby, noch eine Challenge, und sie darf nicht dazu dienen, irgendwo ankommen zu wollen.
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                  &amp;nbsp;  
   Der nachfolgende Text entstand im Rahmen einer Teilnahme an einem Buchprojekt über Spiritualität. Das Buch erscheint voraussichtlich Ende 2025 / Anfang 2026 und versammelt viele Stimmen zum Thema Alltagsspiritualität. Herausgeberin ist Tatjana Broek.&amp;nbsp;   
 An einem dieser prächtigen Frühlingstage packte ich gerade große Bücherpakete vor meinem Haus, als ich sehr deutlich Herbstlaub rascheln hörte. Ich blickte auf, blickte in die Richtung, aus der die Naturmusik zu hören war und hielt inne: Auf der großen Hangwiese oberhalb meines Hauses, die mit trockenen Blättern aus dem letzten Herbst bedeckt war, ließ der Wind einen kleinen Orkan aus Laub entstehen – kreisrund tanzten die Blätter, beschrieben einen Kreis, vielleicht fünf Meter hoch und drei Meter breit. Die restliche weite Wiese war davon gänzlich unberührt, die anderen Blätter lagen ganz still da. Mein Herz wurde hell, meine Brust warm und mein Atem ging unwillkürlich tiefer. Ich werde diese berührende Szene meinen Lebtag nicht mehr vergessen. Sie ist für mich das lebendige Sinnbild von Spiritualität im Alltag. 
   Spiritualität im Alltag ist für mich die Erkenntnis, dass es keinen Alltag gibt und die Überzeugung, dass Spiritualität nicht vom sogenannten Alltagsleben zu trennen ist.   Die Spiritualität erblüht dort, wo wir selbst liebevolle Achtsamkeit hineinbringen und hineinbringen lassen. Gegenüber uns selbst, anderen Lebewesen und innerhalb von Handlungen. In all dem, was wir Tag für Tag erleben und leben. Sie bedeutet, den zarten Zauber spüren zu lernen, der dieser menschlichen Welt oft fehlt und trotzdem in allem lebt und manchmal einfach nur verborgen ist. Sie leuchtet dort, wo ich mich nicht von der digitalen Parallelrealität oder den Gedanken und Vorstellungen meines Verstandes absorbieren lasse. In dem Moment, in dem ich wieder auf meinen Atem achte, zwischen diesen Zeilen lese, in den blauen Himmel hoch schaue und die Weite in meiner Brust gespiegelt spüre. 
   «Euer tägliches Leben ist euer Tempel und eure Religion»   und   «zur Unendlichkeit zurück kehren all jene, die sie auf der Erde gesucht haben»  , schrieb der libanesische Dichter Khalil Gibran einst so weise. Spiritualität im Alltag bedeutet für mich auch, gern Mensch zu sein. Im Menschsein anzukommen. Im Menschsein Himmel und Erde zu verbinden. Ich habe mir oft Gedanken darüber gemacht, dass man «im Himmel» sicherlich keine Wäsche im Sonnenwind mehr aufhängen kann oder einfach mal Fernsehen schauen. Und schon allein deshalb genieße ich das Menschsein sehr … 
 
 Was könnte spiritueller sein, als Müll in der Natur zu sammeln? Wenn ich es schaffe, den Müll aufzusammeln und währenddessen nicht dessen Verursacher zu verwünschen. Und wenn es mir doch passiert, mich deshalb nicht zu verurteilen. 
 Wenn mein Computer Probleme mit dem Herunterfahren hat und ich mich frage, wo ich selbst Probleme mit dem Herunterfahren habe. 
 Mir Zeit zu nehmen für ein Kind und es zu hundert Prozent wahrzunehmen zu versuchen, ihm wirklich zuzuhören. 
 Unkraut jäten oder die Buchhaltung machen, und es als Meditation leben. 
 Die Erde geistig-bildlich in zwei Händen gehalten zu sehen. 
 Versuchen, dem Leben nicht im Weg zu stehen, nicht gegen Wellen anzukämpfen, sondern mit ihnen zu schwimmen (oder wie es Meike Werkmeister formuliert: «Wenn das Leben dir Sturm schickt, mach wenigstens die Haare auf.»). 
 Das Beste aus jeder Situation zu machen und wenn mir das Beste nicht einfällt, etwas anderes zu machen oder es dann eben so gut zu machen, wie es mir in diesem Moment möglich ist, denn es geht mitnichten um Perfektion im Leben. 
 Die Verbindung zu mir selbst nicht zu verlieren und wenn ich sie verliere, mich darüber zu freuen, dass ich es gemerkt habe. 
 Zeit schaffen für sich selbst: Weniger durch das Smartphone scrollen, sondern einfach aus dem Fenster zu blicken. Weniger in sozialen Medien wirken, sondern mit dem Nachbarn sprechen. Weniger Videos schauen, sondern selbst in der Realität anpacken und ausprobieren. 
 Etwas Nerviges und Unangenehmes wie mehrmals stündliches Hahnenkrähen verknüpfen mit etwas angenehmem: Immer, wenn der Hahn schreit, denke ich daran, tiefer in den Bauch zu atmen (funktioniert nicht nachts). 
 Ehrlich zu sich selbst zu sein: Manchmal fühlt sich das Leben und man selbst an wie eine schwere Last, und sich es dann zuzugestehen, dass man einfach mal einen ganzen Tag im Bett bleibt und die Welt sich auch weiterdreht, wenn ich passiv bin (was nicht wirklich Passivsein ist). 
 Sich jeden Tag eine halbe Stunde mit sich selbst hinzusetzen, nicht, um dem Alltag zu entfliehen, sondern im Gegenteil, um das Leben besser erfahren zu können und nicht nur an sich vorbeirauschen zu sehen; um «bei Sinnen zu bleiben» und für sich selbst da zu sein. 
 Zu wissen und zu akzeptieren, dass das Leben ein Auf und Ab ist, die Partnerschaft ein «Hin und Weg». Man würde auch nicht auf die Idee kommen, das Prinzip der Jahreszeiten blöd zu finden. Und wie langweilig bis wenig lebensfreundlich wäre es bitte, wenn es nur Sonnenschein gäbe? 
 Kleine Kinder zu haben ist eine spirituelle Königsdisziplin: Den Schlaf- und Freiheitsentzug als Eltern nicht gering zu schätzen, denn widerfährt einem dies nicht in ähnlicher Weise in einem Ashram oder Kloster? 
 Regelmäßig (schlechte) Nachrichten zu fasten und News-Portale meiden, und dennoch in der aktuellen Gesellschaft und politischen Lage einigermaßen informiert und engagiert zu leben, damit weich zu werden, auch wenn man definitiv nicht einverstanden ist mit den Geschehnissen. 
 Mir aus Versehen tief in die Hand zu schneiden und die Verletzung als daraus resultierende perfekte Achtsamkeitsübung zu begreifen: Ich muss sehr aufmerksam und langsam sein in jeder Hand-lung, und geduldig mit mir selbst. 
 Die ausgekämmten Haare unserer Hündin in unseren Garten legen und zuzusehen, wie Vögel diese abholen, um damit ihr Nest kuschelig und warm für ihren Nachwuchs zu polstern – und dabei tief innen zu erfahren, dass wir alle verbunden sind. 
 
  Und:   Sich so oft wie möglich mit der Natur zu verbinden:   Wir laufen im Alltag in der Regel an allem vorbei. Wir sind eher in unserem Kopf, als draußen in der Natur unterwegs. Meist spazieren wir in unseren Gedanken herum, anstatt mit unserem Körper in der Natur. Ich versuche, mit jedem Schritt anzukommen, nicht voran. Den mächtigen Baum anblicken und ihn als Wesen sehen, seine Würde spüren. Die kleinen Bäumchen bemerken, die ihre Äste ausstrecken wie Hände, die Nadeln sind die Finger. Ich nehme eine Nadelhand in meine und denke unwillkürlich «wie süß»! Ich laufe nicht mehr vorbei. Ich treffe gewissermaßen überall auf Liebe. 
   Gelehrte Spiritualität betrifft für mich zu großen Teilen auch den Alltag, sie führt durch den Alltag.   Sie ist für mich weder laut, noch schillernd. Sie ist leise, fein und unter allen Umständen demütig. Sie ist mitunter sehr intensiv, unbedingt kritikfähig, absolut geerdet und nicht abgehoben. Sie verliert nicht das Gefühl für ihr Gegenüber. Sie führt ins Licht, jedoch bewusst auch in die Schatten. Sie ist authentisch, weil die Person, die sie vermittelt, die Dinge, von denen sie spricht, selbst aus eigener Erfahrung kennt. Spiritualität ist weder ein Hobby, noch eine Challenge, und sie darf nicht dazu dienen, irgendwo ankommen zu wollen (außer bei sich selbst, und man selbst wandelt sich stets). Und auch hier vollendet Khalil Gibran mit seinen Worten: «Wenn du das Ende von dem erreicht hast, was du wissen solltest, stehst du am Anfang dessen, was du fühlen solltest». 
 Spiritualität im Alltag ist für mich die Erkenntnis, dass es keinen Alltag gibt und die Überzeugung, dass Spiritualität nicht vom «Alltag» zu trennen ist. Jeder Tag bietet für jeden Menschen das Potenzial zum All-Tag im Sinne von Alles-Tag. Jeder Tag auf diesem wundersamen bunt-blauen Planeten in den unendlichen schwarzen Weiten.   
 
 Buch von Maria R. Rossmanith&amp;nbsp; «MARESOPHIE»   
 Ein spirituell-psychologisches Buch, in das mit mit einbezogen wird: Equianos Intensios&amp;nbsp; «Emotional klar»  
 Ein Film, der zu berühren und zu erinnern vermag: Matías De Stefanos&amp;nbsp; «Der Erinnerer»  
 
 &amp;nbsp; 
    ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;   
   
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                            <updated>2025-05-13T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Flitterwochen mit Plumpsklo</title>
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                                            Wir haben Vögel fliegen gehört ‒ Ein Bericht über eine etwas andere Hochzeitsreise.
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                  &amp;nbsp;  
   Als Sehnsuchtsort für den Urlaub nach der Hochzeit fällt einem wahrscheinlich eher nicht folgendes ein: Eine winzige Almhütte in absoluter Alleinlage auf kühlen 1.700 Metern. Ohne Dusche, Strom und Internet. Für einen Kaffee oder um das Geschirr abzuspülen muss der Ofen mit Holz eingeheizt werden, und um auf die Toilette zu gehen sucht man das Plumpsklo auf, das außen auf dem umfriedeten Grundstück steht. Drumherum nichts außer Lärchen, Kühe und Kuhfladen ...   
 In der Holzhängematte Sonnenstrahlen und Stille einsammelnd, Mann und Hündin neben mir, kommt mir die Erkenntnis, dass es für uns wohl keine besseren Flittertage hätte geben können. Wie absurd er hier erscheint, der Gedanke an den Sehnsuchtsort Nummer 1, Mauritius: kleine Häuschen knapp oberhalb der Meeresoberfläche&amp;nbsp;‒ und durch unseren Flug befeuert bald unter der Wasseroberfläche&amp;nbsp;‒ Seite an Seite mit anderen Urlaubspärchen, tausende Kilometer weit entfernt. Was ist wahrer Luxus? 
 Gleich mit dem ersten Betreten der urigen Holz-Hütte stellte sich ein Wohlgefühl ein: es war sauber, warm und gemütlich. Einfach, überschaubar und natürlich. Am nächsten Tag fühlte ich mich «wieder wie ein Mensch»&amp;nbsp;‒ und erschrak selbst über dieses Empfinden. Wer oder was war ich denn vorher? 
 Osttirol wirbt mit dem Slogan  «Kommen Sie zu uns, wir haben nichts»  für den Tourismus. Das stimmt nicht ganz, weil man hier  alles  wieder finden kann. 
 Aber zumindest ist es hier frei von Technik, Überreizung, Lärm und Gestank. Ich entscheide plötzlich selbst, wem oder was ich mich aussetze. Selbst die kostenlose Zeitschrift aus dem Biomarkt stört mit ihrer bunten Werbung und wird in den Holzschrank verbannt. Warum haben wir eigentlich Tee von zuhause mitgenommen? Wir ernteten frische Lindenblüten noch in der Stadt neben einer Tankstelle, als wir losfuhren nach Österreich. Und ich mache eine Brennessel-Kur, indem ich jeden Tag frische Brennessel aus der Kuhweide als wirkungsvollen Tee aufbrühe. Unser «Wald-Salat» zum Mittagessen ist Natur-Arznei: bestehend aus Karotten, veganem Schafskäse, Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Öl und allem, was um die Hütte wächst, nämlich Sauerklee, jungen Lärchen- und Fichtentrieben (was für ein Aroma!), Löwenzahn, Schafgarbe, Ehrenpreis und Frauenmantel. 
   Ich glaube, dass wir immens unterschätzen, welche unterbewussten Kräfte wir aufwenden müssen, um bestimmte Einflüsse des modernen Lebens auszuhalten beziehungsweise abzuwenden, und dazu muss man noch nicht einmal hochsensibel sein. Wie den Mann, der zu laut in sein Handy spricht. Stoffe, die einen unangenehmen synthetischen Weichspülergeruch verströmen. Werbung aller Art, auf den unterschiedlichsten «Zubringern» (ob visuell oder akustisch). Schlimme oder auch belanglose Tages-Nachrichten, die wir gar nicht in Erfahrung bringen wollten.&amp;nbsp;Wir schützen uns permanent, indem wir überspielen, uns abschotten, kompensieren oder ein dickes Fell aufbauen&amp;nbsp;‒ und halten das für völlig normal.   
 Mit einigem Abstand nehme ich auch in, beziehungsweise nach jedem Urlaub wahr, wie anstrengend eigentlich normale Tätigkeiten wie Autofahren oder vor-dem-Computer-Sitzen sind.&amp;nbsp; 
 So eine einsame Berghütte 1.700 m ü. NHN erscheint uns wie ein isolierter, zumindest besonderer Raum&amp;nbsp;‒ doch hier oben erscheint mir unser modernes Leben noch unnatürlicher, ja krankhafter, als ohnehin schon, wenn ich selbst  unten  darin verstrickt bin. Hier oben ist es keine mentale Überzeugung, dass mit unseren Leben etwas nicht mehr stimmt, sondern eine gefühlte Tatsache. Und natürlich sind wir nahezu allesamt Abhängige&amp;nbsp;‒ auch ich verbringe geschlagene 30 Minuten auf dem 800 Höhenmeter tiefer liegenden Dorfplatz, um 20 Bilder, eine Sprachnachricht und zwei Videos per ultralangsamen öffentlichen WLAN an meine Lieben zu versenden (immerhin erst am dritten Tag!).&amp;nbsp; 
      «Wir sind (...) nicht mehr in der Lage, mit der steigenden Geschwindigkeit mitzuhalten. Unsere Neuerungen wachsen nicht mehr in uns, sondern werden einfach irgendwo &#039;für uns&#039; entwickelt. Und wir denken dann: &#039;Das ist nun mal so, von nun an müssen wir damit umgehen.&#039;»  (Roland Düringer in «Leb wohl Schlaraffenland&amp;nbsp;‒ Die Kunst des Weglassens», edition a)       
 Was ist also wirklicher Luxus für mich? 
 Luxus ist, mich abends mit vom Feuer erwärmtem Wasser waschen zu können, und dasselbe morgens mit dem durch die Steine geflossenen eiskalten Gebirgswasser zu tun. Nichts zu hören, außer meine Gedanken&amp;nbsp;‒ und das Rauschen des Windes in den Baumgipfeln. Weit oben in einer Fichte zu sitzen und an ihre tröstliche Gegenwart gelehnt, ein Buch zu lesen, mein Mann sitzt noch höher über mir; wir atmen dabei den würzigen Harz-Duft ihrer rauen warmen Rinde ein. Luxus ist es für mich, die Vögel fliegen zu  hören : Das Schlagen der Flügel eines vorbeiziehenden Vogels durch die Lüfte meine ich zu spüren, so überrascht es. 
 Jedem Menschen, der es möchte, sollte so eine Auszeit-Woche im Jahr zustehen&amp;nbsp;‒ eine «Wäsche für Körper, Geist und Seele», wie ich es einmal über einen vergleichbaren Aufenthalt in einem Zen-Kloster schrieb. Schweigen, zumindest dem Smartphone Urlaub geben. Fasten, zumindest auf eine natürlichere Ernährung achten. Die Natur als die große Heilerin erkennen: Wir sind hier permanent draußen und schlafen nachts mit offenem Fenster. Laut dem Biologen Clemens G. Arvay müssen wir dadurch mindestens 40 Prozent mehr Killerzellen in unserem Blut zur Verfügung haben. Es ist ein  würdiges Leben , was wir hier dieser Tage führen, kommt es mir in den Sinn: viel Schlaf, eine starke Entschleunigung, Beschränkung auf das Wesentliche, Natur. «Der Alltag wurde wieder ins rechte Licht gerückt» ist treffend im Gästebuch der Hütte zu lesen. 
 Ich trage sie noch in mir wie einen kostbaren Schatz, als wir schließlich wiederkehren müssen, runter, ins moderne Leben: Die Erinnerung, erst an ein wundervolles dreitägiges Hochzeitsfest mit großer Strahlkraft&amp;nbsp;‒ und dann an die Erhabenheit der Berge, die heilsame Weite und die heilige Stille. 
    «95 Prozent der Zeit, die wir als Menschen auf dem Planeten verbracht haben, fallen in die Steinzeit. Das ist eine relativ lange Zeit. Wir gehen natürlich davon aus, dass die Zeit, in der wir jetzt leben, die einzig wahre ist und dass es davor praktisch nichts gegeben hat und jetzt alles &#039;normal&#039; ist.»  (Roland Düringer in «Leb wohl Schlaraffenland&amp;nbsp;‒ Die Kunst des Weglassens», edition a)    
 &amp;nbsp; 
 
 Mehr zum Thema, wie gesund ein Aufenthalt im Wald ist, beim wunderbaren Clemens G. Arvay, z.B. in&amp;nbsp; «Der Biophilia-Effekt»   
 «Kann es sein, dass ich mich manchmal wie am Rand des Nervenzusammenbruchs fühle, weil die Welt am Rand des Nervenzusammenbruchs ist?» fragt sich Matt Haig in  «Mach mal halblang»  
 Passende Filme&amp;nbsp; «Der wilde Wald» &amp;nbsp;und  «Der Fuchs und das Mädchen»  
 
 &amp;nbsp; 
    ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;   
   
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                            <updated>2024-07-04T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ein «Erfahrungsbericht» über das Sterben ‒ ein Thema, über das kaum jemand sp...</title>
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                                            So grausam und unwirklich der Tod ist, er wird getragen von einem Wunder. Für Luc Bürgin
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                  Foto: ©&amp;nbsp;Matthias Klar  
   In der Nacht der Polarlichter – Polarlichter in  unseren  Breitengraden, welche Rosa, Rot und Türkis die Dunkelheit erhellten – in dieser unwirklich anmutenden Nacht Anfang Mai habe ich einen lieben Freund verloren.   
 Diese gute Seele verlor ihren Kampf gegen den Krebs, einen Kampf, den sie laut Sterbeanzeige  «mit   großer Tapferkeit»  führte. Luc, ich hoffe von Herzen, Du hast die Farben sehen können! Du hättest sie geliebt. Ich wünsche mir, dass Du Dich vertrauensvoll in sie hast begeben können, auf dass sie Dich zu einer neuen Welt geleitet haben. 
 Wenn ein naher Mensch stirbt, dann ist es, als stürbe etwas von uns mit ihm. Paradoxerweise empfinde ich es gleichzeitig so, als ob Teile von diesem Menschen bei uns verbleiben würden, auf uns übergehen und von uns weitergelebt werden, gleich Geschenken. Mein Großvater ist an Heiligabend 2023 gestorben, und es sind nicht nur Werkzeuge, Pflanzgefäße und eine große Anzahl von Kerzen an mich gegangen, sondern meiner Empfindung nach auch Kräfte, Erinnerungen und Talente. 
 Ich glaube an Reinkarnation, aber dennoch wollte ich bislang eher weniger als oft an den Tod denken&amp;nbsp;‒ egal wessen Tod. Und schon gar nicht wollte ich einmal unmittelbar dabei sein, wenn jemand stirbt ... Irgendetwas an diesem «Thema» war dennoch gruselig, beängstigend, zu groß – auch, wenn ich fest an eine unsterbliche Seele glaube. 
 In der Nacht zum 24. Dezember 2023 dann wachte ich unversehens alleine am Sterbebett meines Großvaters Franz. Er hatte am Tag zuvor auch noch Geburtstag gehabt. Keiner wollte so recht wahrhaben, dass Opa Franz womöglich kurz danach – und somit ausgerechnet an Weihnachten – sterben könnte. Ich fühlte mich seltsamerweise nicht überfordert mit der Situation an seiner Seite, meine Hündin war bei uns beiden im Zimmer anwesend und Kerzenlicht wachte flackernd über dem Bild. Mein Großvater atmete über einen langen Zeitraum intensiv, er war nicht mehr ansprechbar – wobei ich mir sicher bin, dass er dennoch irgendwie alles mitbekommen hat. Ich hielt stundenlang seine warme, einst starke Hand, die mir seit fast 40 Jahren vertraut war; eine Hand, die als Imker, Schreiner, Schuster, Gärtner, Vater und Großvater gewirkt hatte, und flüsterte ihm besänftigende aufmunternde Worte zu. Ich wusste, dass mein mir bisher gar nicht ängstlich erscheinender Großvater Angst vor dem Tod gehabt hatte. « Kleiner Opa » war so ziemlich das einzige, das ich ständig liebevoll wiederholen konnte. Ich sagte ihm  Danke  und dass er es ‒  alles &amp;nbsp;‒ gut gemacht hatte. Mehr Worte wagte ich nicht zu sprechen, mehr Worte brauchte es wohl auch gar nicht. 
 Am nächsten Tag, Heiligabend, beschlossen wir dann nach einigen Bauchgefühl-Befragungen rundherum, bei Franz zu bleiben und Weihnachten dort zu «feiern». Wir holten Geschenke und Lebensmittel, und als wir nach ungefähr eineinhalb Stunden wieder im Opa-Haus ankamen, wollte ich meinem Mann beim Kochen helfen. Doch mit einem Mal verspürte ich einen Impuls und begab mich wortlos ins Zimmer zu meinem Großvater. Innerhalb von einer Viertelstunde&amp;nbsp;‒ als hätte er auf unsere Rückkehr gewartet&amp;nbsp;‒ verstarb er. Im Kreis seiner Liebsten, gehalten von allen. 
 Ich habe mir Sterben immer anders vorgestellt. Natürlich ist jeder Tod anders, aber es mit einem Geburtsprozess zu vergleichen, wäre mir nicht in den Sinn gekommen. So war es aber. Es war mehrtägige  Sterbearbeit . Und etwas, das ich bereits erfahren durfte, als ein kleines Lamm, eingekuschelt in eine weiche blaue Decke, in meinen Armen starb, oder ein federleichter, verletzter, winziger Vogel, der wenige Sekunden vor seinem Tod in meinen Händen noch einmal sein Auge aufriss und mich dunkel ‒ und wie ich empfand ‒ dankend daraus ansah&amp;nbsp;‒ in seiner dunklen Pupille meinte ich das ganze Universum zu schauen und mich umfassen ‒, war auch dieses Mal spürbar: 
   So grausam und unfassbar der Tod ist, er wird getragen von einem Wunder. Nicht umsonst trägt das Wort  Wunder  die  Wunde  in sich.   
   
   Foto: ©&amp;nbsp;Matthias Klar   
 Meine Mutter verlor eine gute Freundin. In der Nacht, in der sie starb, fiel eine Postkarte von der Wand. Das Geräusch weckte meine Mutter und genau zu der Uhrzeit starb die Freundin, wie wir im Nachhinein erfuhren. Was sich vielleicht nach einer Filmszene anhören mag, in der man  «wie unrealistisch!»  denken mag, ging aber noch tiefer. Die Karte war nämlich einst von der Freundin geschrieben worden. «Lieber Gruß von Marianne», stand darauf.&amp;nbsp; 
 Was sich nach einer Begebenheit mit Gruselfaktor anhören mag, ist den Betroffenen ein sprichwörtlich fassbares, handfestes Wunder; ein Trost, der das nicht-fassen-Können der Todeswunde geborgen in seinen Händen hält. 
 In den Tagen und Wochen nach dem Tod meines Großvaters hielt ich Ausschau nach  seinem  Wunder. Ich erwartete es förmlich. Nichts geschah. Bis meine Mutter mir offenbarte, dass sie&amp;nbsp;‒ von einem Tag auf den anderen&amp;nbsp;‒ von ihrer über 40 Jahre währenden (!), schwerwiegenden Angststörung erlöst worden sei. Einfach so, rückstandslos. Sie hätte dafür keine Erklärung, sie habe sich bisher nicht getraut, darüber zu sprechen, aus Angst, dieses Wunder mögllicherweise zu zerstören&amp;nbsp;‒ aber irgendwie müsste das doch mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen ... 
 Mein persönliches Wunder in Bezug auf den Tod ereignete sich aber eigentlich schon an besagtem Heiligabend 2023, als mein Opa starb, der auch ein Vaterersatz für mich gewesen war. Er atmete langsamer, seltener, und plötzlich verzog sich sein Gesicht in einer Art und Weise, dass ich unwillkürlich dachte, er müsse jetzt sicherlich durch eine Art Nadelöhr gelangen ... Nur für einen ganz kurzen Augenblick. Ein Seufzen, eine einzelne Träne. Dann hob sich seine Brust nicht mehr. Stille. Ein ganzes, ein langes Leben war beendet. 
 Ich fühlte unerwarterweise eine unglaubliche Erleichtertung. Vielleicht die seine? Von dem schweren, schwachen, engen Körper erlöst zu sein, leicht zu sein? Wieder das große Bewusstsein zu sein, weit und frei, und nicht mehr beengt und blind im kleinen Ich? Es war sofort spürbar, dass er sich nicht mehr in seinem Körper befand. Seine Hand war jedoch noch lange tröstlich warm. Man sagt, dass es mehr Muskeln benötigt, betrübt dreinzublicken als vergnügt. Vielleicht eine wissenschaftliche Erklärung dafür, dass mein Opa etliche Minuten nachdem er verstorben war, anfing zu lächeln. Seine Mundwinkel zeigten ohne Zweifel entspannt nach oben. Bloß: Diese wissenschaftliche Erklärung braucht kein Mensch. Dadurch, dass man Liebe und Glaube im Gehirn abbilden kann, werden die beiden noch lange nicht reproduzier- oder erklärbar. Er hatte ein friedliches, entspanntes, aber auch müdes Gesicht, das ich Zeit meines Lebens nicht mehr vergessen werde, und das überhaupt nichts Beängstigendes an sich hatte. 
   Mein persönliches Wunder in Bezug auf den Tod ereignete sich an diesem Heiligabend gegen 19 Uhr, als ich den Tod als eine Art wundersame Geburt in etwas Neues erfuhr, quasi körperlich erfuhr. Als ich den Tod als etwas Tröstliches, bei dem man getragen wird, erfuhr. Als etwas vollkommen Natürliches, das viel zu selten thematisiert wird.   
 Sterben ist eine Pforte, der Tod ist neues Leben. Unfassbar und grausam bleibt, dass wir nicht mehr mit unseren Lieben sprechen können, dass wir ihnen nicht mehr in die Augen blicken werden, außer im Traum. Unfassbar ist der Tod, das Genommenwerden. 
 Grausam ist, dass ich nicht mehr mit Dir sprechen konnte, Luc; bewusst, ein letztes Mal. «Doch wer sagt, dass Du loslassen musst?», höre ich Dich sagen. «Die Welt ist so groß, und das Gehirn so klein», sagtest Du einst. Wie wahr. Und ich sehe Dich schmunzeln ...&amp;nbsp; 
  Mai 2024, gewidmet Luc Bürgin.  
 &amp;nbsp; 
 
 Ein tröstliches Buch zum Thema Tod&amp;nbsp; «Wie ich dich fühle»   
 Filme&amp;nbsp; «The Fountain» ,  «Hinter dem Horizont»  und  «Die Hütte»  
 
 &amp;nbsp; 
    ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;   
   
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                            <updated>2024-05-17T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Darf ich vorstellen: Unser neuer Kühlschrank</title>
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                                            Ein Kühlschrank im Winter ist irgendwie unlogisch, oder?
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                 Eugen Drewermann ist vorrangig als «Kirchenkritiker» bekannt, obwohl er sich selbst nie so bezeichnen würde. 
 Von dem Theologen, Seelsorger, Psychoanalytiker und vielfachen Autor ist ebenfalls bekannt, dass er&amp;nbsp;‒ als international bekannte Persönlichkeit&amp;nbsp;‒ jahrzehntelang kein Telefon besaß, seine unzähligen und komplexen Bücher mit der Hand schrieb und schreibt, kein Auto hat, und außerdem&amp;nbsp;‒ fun fact&amp;nbsp;‒ keinen Kühlschrank besitzt! 
 Der äußerst bescheiden lebende Kapitalismus-Kritiker, Vegetarier und Pazifist sagte uns: «Naja, bei unseren Temperaturen kommt die Butter, und was sonst noch gekühlt werden muss, die meiste Zeit des Jahres auch gut auf dem Balkon zurecht. Wozu also ein Kühlschrank?» Womit das Thema geklärt war.&amp;nbsp; 
 Nach Jahren (manchmal dauert es länger, bis der Groschen fällt!) dachte auch ich mir selbst:    Warum kühlen wir eigentlich unsere Lebensmittel in einem strombetriebenen Kasten herunter, wenn es draußen mindestens das halbe Jahr ohnehin kalt ist? ‒ Eigentlich total sinnbefreit oder?   
 So viele Dinge hinterfragen wir nicht, weil es 
 
 «schon immer so war» 
 «halt so gemacht wird» oder 
 «jeder so macht» 
 
  Oder weil es bequem ist. In unserem Fall bleibt mittlerweile jedenfalls der Kühlschrank tatsächlich das halbe Jahr leer&amp;nbsp;‒ und verbraucht keine Kilowattstunde Strom. Der neue Kühlschrank, ein Werkzeugschrank im Holzlager unsereres Hauses, ist sogar viel größer. Manchmal ist die Margarine zu hart und die Kartoffeln bekamen durch leichten Frost einen süßlichen Geschmack, aber in 99% der Fälle haben wir überhaupt keine Probleme: Unsere (veganen) Lebensmittel haben Kühlschranktemperatur, wir sparen Energie, Geld und Ressourcen ‒ was ein kleiner, aber stetiger nachhaltiger Beitrag ist. Und es fühlt sich einfach sinnvoller an :-)&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp;  
 
 Weitere gute Ideen im Buch  «Projekte zum Anpacken»   
 Blog-Beitrag  «Auf Zucker verzichten: Wir haben es ausprobiert»  
 Blog-Beitrag  «Einfaches Brötchen-Rezept: Semmeln selber machen»  
 
 &amp;nbsp; 
     ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;    
   
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                            <updated>2024-02-20T08:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Mutterschutz mit Reh</title>
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                                            MEERSTERN zieht ein kleines Rehkitz auf ...
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                 Ich schreibe diese Zeilen aus einem Kompost. Richtig gelesen, ich sitze im Schneidersitz in einem Kompostgitter, das Laptop auf meinen Beinen und ein kleines Rehkitz namens Gerda versucht in das Gerät zu beißen. Gerda ist jetzt knapp eine Woche bei uns. Sie wurde in einem Privatgarten gefunden. Dort hat sie zwei Tage lang in Kälte und Nässe nach ihrer Mutter geschrien. Der Frühling hat dieses Jahr lange auf sich warten lassen. Was mag der Reh-Mutter wohl zugestoßen sein? Wurde sie überfahren? Illegal geschossen? Im Frühling dürfen Rehe nämlich nicht bejagt werden – es ist «Schonzeit».&amp;nbsp;‒ Wir werden es nie erfahren. 
 Als ich Gerda zum ersten Mal gesehen habe, konnte ich kaum glauben wie klein sie war. Wenn sie liegt, ist sie kleiner als unser Kater Toni! So ein zartes, schutzbedürftiges Wesen ... Sie rührte sofort mein Herz an. Doch es war schon vorher klar, dass wir uns um sie kümmern würden, als der Nationalpark Bayerischer Wald uns anfragte. (Mein Lebensgefährte arbeitet dort als Förster. Und begreift sich immer weniger als ein solcher, sondern vielmehr als Hüter oder Bewahrer. Aber mehr dazu an anderer Stelle.) 
   
 Gerda lässt mich dieses Buch schreiben. Denn verlasse ich den Kompost und setze mich in Sichtweite nur einen bis drei Meter daneben, wird sie nerövs und fiept, läuft aufgeregt umher. Sobald ich mich zu ihr setze, äst sie den Klee im Rasen oder legt sich entspannt hin. Drinnen im Haus können wir sie in einem Baby-Laufstall allein lassen, aber draußen fühlt sie sich noch unsicher. All die Gerüche, der Wind, die Geräusche des Menschen und der Tierwelt irritieren sie noch. So setze ich mich zu ihr und tippe diese Zeilen, während Gerda in die Luft schnuppert und ich Ameisen aus meinem T-Shirt fische. Manchmal knabbert sie an meinem Knie, leckt über meine Haut. Sie strahlt eine Ruhe und Munterkeit aus, die abfärbt. 
 Eigentlich müsste es andersherum sein, aber Gerda hält uns aufrecht in dieser ansprungsvollen Zeit, in der wir auch Nachts aufstehen um ihr die Flasche zu geben. Sie ist so eine tapfere Kämpferin: Bekam sie doch Infusionen zur Zwangsernährung, als sie noch nicht gelernt hatte an der Flasche zu trinken. Die Tierärztin hat nicht daran geglaubt, dass dieses schwache, unterernährte, unterkühlte und bereits halb tote Wesen überleben würde. Und nun: Beim Tippen dieser Zeilen macht sie den ersten Sprung ihres Lebens quer über die Tastatur! Sie war wenige Tage alt, als sie in menschliche Obhut genommen wurde. Sie trinkt noch zu wenig und ist viel zu klein und dünn für ihre schätzungsweise drei Wochen. Aber sie wirkt stark und lebenshungrig. 
 Der erste Tag im Kompostgehege draußen&amp;nbsp;‒ und ihr wohl erster Tag mit Sonnenlicht auf dem Fell&amp;nbsp;‒&amp;nbsp;war ein warmer, trockener Tag. Gerda lag zufrieden auf ihrer Decke. Die winzige Hufe hatte sie durch das metallene Kompostgitter gestreckt. Ich habe die Hufe vorsichtig herausgezogen, damit sie sich nicht verletzt, wenn sie sich erschrecken sollte. Zehn Minuten später fand ich dasselbe Bild vor. Wenig später ein drittes Mal. Bei vierten Mal beließ ich die Hufe an Ort und Stelle, umd dann folgendes Bild vorzufinden: Gerda mit genießerisch geschlossenen Augen, Sonne tankend und beide Vorderhufen im Gitter. Es sah aus als ob sie einen Wohnzimmer-Schemel für die bequemere Lage der Füße benutzen würde! Hier ein Foto davon:&amp;nbsp; 
   
 
  Dies ist ein exklusiver Einblick in ein Buch über Gerda, das noch erscheinen wird (vorauss. 2024). Sie können sich  hier  eintragen&amp;nbsp;um benachrichtigt zu werden, sobald das Buch erhältlich sein wird.&amp;nbsp;  
  Erstes Buch von Maria Rabia Rossmanith:&amp;nbsp; «MARESOPHIE» &amp;nbsp;  
 Berührender Film  «Der Fuchs und das Mädchen»  
 Der Tierflüsterer aus dem Bayerischen Wald, «Woid Woife» und seine Bücher  «Mein Leben im Wald»  und  «Der mit den Waldtieren spricht»  
 
 &amp;nbsp; 
     ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;    
   
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                            <updated>2023-06-27T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Unkonventionelle Ideen zum Entspannen im Alltag</title>
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                                            Drei möglicherweise unerwartete Tipps zur alltäglichen Entschleunigung.
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                  Als Jungunternehmerin kenne ich mich wunderbar aus mit Anspannung ...&amp;nbsp;‒ Glücklicherweise und daraus resultierend jedoch auch mit der not-wendigen Entspannung.&amp;nbsp;Ich stelle hier drei unkonventionelle Ideen zum ungewöhnlichen Entspannen im Alltag vor.&amp;nbsp;‒ Selbst erprobt, ohne hippe Anglizismen. Zuvor möchte ich die Entspannung selbst betrachten.  
   Ich packte an diesem lichten Frühlingstag gerade große Bücherpakete vor meinem Haus, als ich sehr deutlich Herbstlaub rascheln hörte.     Ich blickte auf, blickte in die Richtung, aus der die Naturmusik zu hören war ‒ und hielt inne: Auf der großen Hangwiese oberhalb meines Hauses, die voll mit Blättern ist, ließ der Wind einen kleinen Orkan aus Laub enstehen ‒ kreisrund tanzten die Blätter, beschrieben einen Kreis, vielleicht 5 Meter hoch und 3 breit. Die restliche weite Wiese war davon gänzlich unberührt, die anderen Blätter lagen ganz still da.     Ist dieser wesenhafte Tanz nicht wirklicher als alles sonst im Alltag? Ist er nicht reeller und unendlich stärker berührend?      (Maria Rabia Rossmanith, «Frühlingstanz» im Buch  «MARESOPHIE»  (MEERSTERN, 2017))    
   Entspannung ‒ eine kurze Betrachtung.   
 Soviel ist klar: Der moderne westliche Mensch führt in den letzten Jahrzehnten ein Leben, das Stress fördert. Dabei ist auch klar: Der Mensch hätte so viele Annehmlichkeiten und Erleichterungen jedweder Art wie nie zuvor. Haben wir in alledem vielleicht verlernt, zu spüren, was wir für ein gesundes Leben benötigen? 
 Equiano Intensio schreibt in seinem Buch  «Emotional klar»  : «Der menschliche Körper sehnt sich (...) nach Berührung mit verschiedensten Dingen: mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit Bäumen und Pflanzen, mit Tieren, mit Steinen, mit der Sonne, mit dem Mond, dem Wind, dem Wasser, der Erde und mit vielen anderen natürlichen Dingen. Doch da die meisten Menschen isoliert leben&amp;nbsp;‒ festes Haus, dicke Kleidung und starke Schuhe&amp;nbsp;‒ erfahren Sie all diese Dinge nicht mehr oder nur noch selten. Selbstverständlich haben sie dann das Gefühl, dass etwas fehlt.»  
 Deshalb ist mein wichtigster Entspannungs-Tipp vor allen anderen Tipps: regelmäßige Naturbesuche so gut es geht ins Leben zu integrieren. Die Natur so gut es geht in sein Leben zu holen&amp;nbsp;‒ alles Lebendige, Wilde, Bunte, Grüne, Tierische, Natürliche ... 
 Die letzten Jahre waren von Corona und Krieg geprägt. Wir haben in diesen Jahren die Hoffnung wiederholt in das jeweils folgende neue Jahr gesetzt, und dabei vielleicht verlernt im Hier und Jetzt zu leben. Entspannt im Hier und Jetzt zu leben ist zudem unter Druck, Stress und Angst schwierig. Doch wir haben nur das Hier und Jetzt. 
 Wie soll man sein Leben weiterleben, wenn anderswo Menschen sterben? Wie soll man entspannen, wenn sich die ganze Welt zu verwirren scheint? Viele von uns lebten oder leben in Angst&amp;nbsp;‒ erst vor Corona (und / oder dessen Folgen), dann nahtlos anschließend, vor dem Krieg. Ein viel gehörter Ausspruch war, dass die «Gleichzeitigkeit der Dinge» so schwer zu ertragen sei. Das ist es natürlich auch, wenn man sich das Leid der Welt bewusst macht. Anteilnahme, Mitgefühl und tatkräftige Hilfe im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sind wichtig. Aber ich bin davon überzeugt, dass es ebenso wichtig ist, dass wir möglichst entspannen. Denn erst dann können wir nachhaltig geben. Und auch unser Umfeld profitiert von einer friedlichen, angstfreien, liebenden Ausstrahlung. Wenn dieses Bewusstsein viele Menschen besäßen, dann könnte dies ganze destruktive Strukturen entmachten ... 
 Vielleicht ist es ein bisschen so wie im Buch  «Momo»  von Michael Ende: Um das «Nirgendhaus» herum muss man alles  langsam  tun, um  schnell  voranzukommen. 
  Die Welt braucht dringend einen umfassenden Systemwandel auf vielen Ebenen. Dieser kann nur von Menschen ausgehen, die in sich gehen und dann über sich hinauswachsen.  
   Vielleicht geht es darum, vollkommen zu sein, indem wir anfangen zu akzeptieren, dass wir unvollkommen sind. In diesem Augenblick kannst Du vollkommen und willkommen sein ‒ so wie Du bist. Hierin liegt Vergebung ‒ und Liebe.   
   Vielleicht geht es nicht darum, auf die großen Ziele, Siege, Wendepunkte, wichtigen Ereignisse zu warten, weil man dadurch den Weg dazwischen geringschätzt. Vielleicht geht es darum, in quasi jedem Moment ein winziges, aber heiliges Glück zu finden. Wie oft würden wir uns angekommen fühlen? Wie sehr ausgefüllt und befriedet? Wie viel weniger gehetzt? Wie viel gelassener, fitter, schöner, erfolgreicher und weiser?   
   Haben wir nicht alle das Gefühl: Bald höre ich auf mit dem Quatsch, und dann kommt das richtige Leben? Wir müssen den Quatsch aushöhlen mit dem echten Leben ‒ Jetzt. Ansonsten gibt es kein echtes Leben. Und kein echtes Ich. Und was treibt uns eigentlich dazu, Quatsch zu leben?   
   Den Blick sowohl in die weite Ferne richten, aber auch bei jedem Schritt die Blüten am nahen Wegrand bemerken ‒ ich glaube darin liegt die Lebenskunst, die macht, dass man bei sich bleibt.   
    (Maria Rabia Rossmanith, aus dem Text «Vielleicht» im Buch  «MARESOPHIE»  (MEERSTERN, 2017))    
 Es geht in diesem Text nicht um Yoga, Gärtnern, Mittagsschlaf, Sport, massiert werden, Malen, Fotografieren, Meditieren usw.&amp;nbsp;‒ weil diese wunderbaren Techniken bekannt und vielleicht oftmals nicht möglich, ausreichend oder zielführend sind. Es geht auch nicht um «Entspannen, um ...». Es geht einfach nur um Entspannen, um zu entspannen!   
   
   &amp;nbsp;Unkonventioneller Tipp Nummer 1: Müll sammeln&amp;nbsp;   
 Mein erster unkonventioneller Tipp hat mit Müll zu tun. Richtig gelesen. «Waldbaden» ist ja angesagt derzeit (und das, obwohl es kein hipper Anglizismus ist!). In die Natur zu gehen hilft bei Anspannung. Wenn man sich darauf einlässt, ist es sicherlich eine der besten Ideen. Ich umarme mittlerweile tatsächlich ganz klassisch Bäume&amp;nbsp;‒ nicht nur verschämt-kurz, sondern ungefähr eine Minute. Sie fühlen sich alle anders an, und man fühlt sich danach immer anders ...&amp;nbsp;‒ Aber was, wenn man dazu zu nervös ist? Wenn man vielleicht gar keinen Wald vor der Haustüre hat? Oder wenn man nicht beim Bäume-Umarmen beobachtet werden möchte? 
 Es gibt einen Trick, der Nervosität abbaut und äußerst befriedigend auf einen selbst, und sogar befriedend auf die Natur einwirkt. Man ist im Tun und in Bewegung, und gleichzeitig in der Natur: Müllsammeln. Es muss nicht viel sein, das man einsammelt. Traurigerweise hat man schnell Erfolgserlebnisse. Auch hier im tiefsten Bayerischen Wald, den man sich ja sehr idyllisch vorstellt, habe ich jeden Tag ein bis zwei Kotbeutel meiner Hündin&amp;nbsp;– neben derer Hinterlassenschaften&amp;nbsp;– voller zusätzlichem «Menschen-Mist». 
 Einfach einmal ausprobieren! Ich werde von Woche zu Woche penibler, und die Gegend hier von Woche zu Woche sauberer ... Es kann sein, dass man am Anfang wütend auf den Menschen an und für sich wird; Es kann sein, dass man denkt: das nützt doch nichts, weil neuer Müll dazukommt. Oder dass das entwürdigend wäre. Der Verstand denkt ja so einiges vor sich hin.&amp;nbsp;– Die Wut auf den Menschen lässt nach, die Befriedigung und Befriedung wirkt stärker. Und neuer Müll kommt meistens verstärkt dort hinzu, wo schon alter liegt. Je weniger, desto besser also! 
 Hier ein Text zur Inspiration, der im Corona-Lockdown 2020 entstand: 
   Die Straßen sind leer. Plastikflaschen glänzen in den Straßengräben.     Der Wald atmet friedlich die Frühlingssonne. Bonbon-Papierchen säumen den Pfad.     Der Fluss fließt mit seinem frischen klaren Nass dahin. Ein Bierkasten hat sich in einer Ansammlung abgebrochener Äste verfangen.      Solche Anblicke sind unerträglich, oder? Und warum müssen eigentlich unsere Kinder in diversen Kindergarten-Aktionen diesen Müll sammeln, den Erwachsene aus den Autofenstern werfen?     Der Shutdown ist gut nutzbar, um unsere Natur stellenweise von Müll zu befreien. Wut und Unverständnis gehen damit einher, aber es überwiegt bei jedem einzelnen Stück die Befriedigung, Tier und Natur befreit zu haben.     Befreit von teils vollen Benzinkanistern und mehreren Autoreifen. Von innerhalb kürzester Zeit gefüllten, großen Säcken voller Müll verschiedenster Art, der sortiert und im Recyclingcenter entsorgt wurde.      Der Müll der hier in die Gewässer gelangt, landet teils letztlich im Meer. Der Müll im Wald verletzt Tiere äußerlich und innerlich. Plastik wird zu Mikroplastik und ist somit für den Menschen gefährlich. Auch dem Wald selbst können Zigarettenkippen, Glas und und Plastikmüll zum Verhängnis werden: wenn dadurch Waldbrände ausgelöst werden.      
   
   &amp;nbsp;Unkonventioneller Tipp Nummer 2: Nachrichten fasten&amp;nbsp;   
 Wie viel Zeit verbringen wir damit, über Videos, Berichte und Bücher globale Missstände zu sichten? Uns darüber zu informieren, was in der Welt vor sich geht? Wie viel Energie damit, die Entrüstung darüber auszudrücken? Wir informieren uns, weil wir uns doch nicht veräppeln lassen können, weil wir doch die Wahrheit wissen möchten. Und – seien wir ehrlich – davon abgesehen ist die Ereiferung an diesem oder jenen geheimen Politskandal doch spannender als so mancher 20.15-Uhr-Film – aber leider traurige Realität.  Doch wie geht es uns nach dieser «Information statt Desinformation», wenn wir diese regelmäßig konsumieren? Aufgeregt, elend, pessimistisch, machtlos, verzagt – vielleicht sogar verzweifelt angesichts des ganzen Unrechts und der vermeintlichen Ohnmacht dem gegenüber?  2020 und 2021 gab es nur noch ein Thema: Corona. Bei täglichem Konsum dieses Themas über die großen Medienhäuser empfand ich es schnell als eine Art Psychoterror, aktuelle Nachrichten hierzu zu sehen. Teils ging es Schlag auf Schlag: Jeden Tag eine neue, vermeintliche Unheils-Ankündigung.  Um nicht verrückt zu werden, habe ich mich dann tiefergehend, kritischer und ganz bewusst mit dem Thema beschäftigt. Aber auch auf dieser Seite der Beschäftigung mit dem Thema&amp;nbsp;– also der freiwilligen, sachlichen Widmung, nicht der passiven, hysterischen Dauerberieslung&amp;nbsp;– entstand eine ungesunde Dynamik: Um alles zu verstehen, nichts zu verpassen; auszusortieren und sich auch auszutauschen, musste man sehr viel Zeit investieren.  Ein Bekannter hatte sich ebenfalls sorgfältig mit dem Thema beschäftigt, war auch sehr engagiert und verschickte Rundmails dazu. Am tiefsten Punkt in der Beschäftigung mit der Materie angelangt, stieß er sich unerwartet ab in die entgegengesetzte Richtung und verkündete, fortan nichts mehr zum Thema zu schreiben; verlangte von nun an gar, nichts mehr über das Thema hören zu wollen. Er müsse sich um  «wichtigere Dinge»  wie seine Olivenernte kümmern ...  Ich fand das absolut gesund und richtig. Doch wie könnten wir einen Mittelweg finden, wenn wir keine Olivenbäume haben?  Ich habe ab 1.12.2021 insgesamt zwei Monate nahezu vollständig auf aktuelle Nachrichtenmeldungen verzichtet: Eine Frische-Kur für die Psyche, eine Diät für den Kopf und eine Wohltat für die Seele. Ich habe nichts verpasst, da die wichtigsten Nachrichten von meinem Umfeld an mich herangetragen wurden. Im Gegenteil: Ich habe ein Gefühl für mich selbst wiedergewonnen. 
 Aufdeckungen sind wichtig. Es verhält sich wie in der Psychologie: Bevor man heilen kann, muss zuerst die Wunde benannt werden. Aber diese Informationen dürfen keinesfalls als regelmäßiges, ausschließliches «geistiges Futter» dienen. Denn dieses Futter ist logischerweise so schlecht wie der Inhalt der Informationen. Und gleichzeitig nähren wir somit die ganze Destruktivität letztlich mit unserer Energie, sei es Wut oder Angst oder auch nur Aufmerksamkeit. 
 Vielleicht geht es beim erwähnten Mittelweg darum, immer wieder in sich hineinzuspüren: Kann ich gerade neue Nachrichten verkraften oder nicht? Ist aktuell eine Zeit des Tuns, des Agierens, anstatt des Reagierens? Oder geht es mir besser, wenn ich Licht ins Dunkel bringe und mich informiere, mich mit anderen Menschen darüber austausche? Und es geht auf jeden Fall darum, sich immer wieder Zeiten zu gönnen, in dem man «offline» ist: also sowohl Nachrichten für eine bestimmte Zeit «fastet», als auch handyfreie Tage einhält. Denn im Durchschnitt checken wir unser Smartphone 85 Mal**.&amp;nbsp;‒  Am Tag!  Es könnte also darum gehen, sich immer wieder neu und individuell auszurichten, gefühlsbasiert und authentisch.   
   
   &amp;nbsp;Unkonventioneller Tipp Nummer 3: Radfahren&amp;nbsp;   
 Eine moderne Errungenschaft ist das Auto, was für ein Luxus. Aber wie so oft kehrt sich der Luxus mitunter ins Gegenteil um. Ohne Frage besser für&#039;s Klima, besser für die eigene Fitness und Gesundheit ist es, das Rad zu nehmen. Wir haben uns Satteltaschen für das E-Bike besorgt und kaufen nun quasi immer mit dem Rad ein. Was wirklich Freude bringt, da man an die frische Luft kommt, auf Schleichwegen unterwegs sein und im besten Fall Sonne und Grün tanken kann. Weil man entschleunigt, anstatt stur von A nach B innerhalb einer Kolonne anderer Blechkarossen unterwegs zu sein. Es ist ein kleiner Ausflug, der sich eher anfühlt wie Freizeit. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, probieren Sie&#039;s aus. Wir waren so begeistert von dieser Auto-Reduzierung, dass wir auch im Winter&amp;nbsp;‒ und im Bayerischen Wald liegt in den Wintermonaten noch Schnee und Eis&amp;nbsp;‒ das Rad benutzt haben. Mit Fell-Sattel, Spike-Reifen, Ski-Handschuhen und zwei Mützen übereinander :-)&amp;nbsp;    
  Dieser Text erschien zuerst gekürzt im  «Kalender des Alten Wissens»  (Ausgabe des Jahres 2023).  
 
 Blog-Eintrag  «Die 8-Minuten-Meditation»  lesen. 
 Buch  «Mach mal halblang»  von Matt Haig 
 Die entspannendste CD die wir im Sortiment haben:  «Evening Rise»  von Andreas Krause 
 Entspannung aus der Natur:  «Der Biophilia-Effekt»  von Clemens G. Arvay 
 Wunderbares Buch zum Waldbaden:  «Spür den Wald»  von Gerda Holzmann 
 
  Entspannende Musik, inspirierende Filme und tiefergehende Lektüre finden Sie in meiner Online-Buchhandlung, hier bei  MEERSTERN , 24/7 und 365 Tage im Jahr&amp;nbsp;‒ welche sich wünscht, als «literarische Apotheke» verstanden und genutzt zu werden.&amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
     ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Fotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;    
   
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                            <updated>2023-06-14T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Zum Tod von Clemens G. Arvay</title>
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                                            Ein Nachruf in tiefer Bestürzung. Von Maria Rabia Rossmanith
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                   Foto: © Lukas Beck; Wien   
 Ich schreibe diese Zeilen am 24. Februar 2023, einen Tag nachdem die Welt erfahren hat, dass Clemens G. Arvay sich am 18.02.2023 mit 42 Jahren das Leben genommen hat.&amp;nbsp; 
 Dies hat mich und mein Umfeld tief erschüttert, und fassungslos stehe ich einer Welt gegenüber, die ohne ihn ärmer geworden ist. 
 Clemens Arvay war unter anderem Biologe, freier Sachbuch-Autor, Wissenschafts-Journalist und Doktorand am Institut für Biologie der Universität Graz. Er hat sich kritisch mit der Corona-Pandemie auseinandergesetzt, in einer besonnenen, sorgfältigen und differenzierten Weise. Arvay beschäftigte sich intensiv mit umstrittenen Biotechnologien und engagierte sich leidenschaftlich im Tierschutz. Seine Masterarbeit hatte Clemens Arvay dem Thema Selbstversorgung gewidmet. Er hat zudem viele Jahre zum Thema Naturverbundenheit (Gesundheitsökologie; eine biologische Wissenschaft; Ökopsychosomatik)&amp;nbsp;geforscht und publiziert und war dazu gern gesehener TV-Gast: Er informierte darüber, wie die Natur unser Immunsystem unterstützen kann, und betrachtete die Bedeutung kranker und gesunder Ökosysteme für den Menschen. ‒ Arvay hat sich also mit viel Sensibilität, Expertise und Herzblut dem gewidmet, das die Menschheit meiner Meinung nach noch  erinnern  und retten könnte, bevor sie sich, durch die Entfremdung der eigenen lebendigen Lebensgrundlagen gegenüber, selbst zerstört.&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
 Er hinterlässt einen kleinen Sohn,  der Autist ist . Er hinterlässt mehrere geplante Projekte, wie eine neue Website  arvay.tv , ein im Frühling erscheinendes  Buch über Selbstversorgung  und seine unvollendete Doktorarbeit. 
 Und er hinterlässt dieser Tage eine große dunkle Lücke, gleich einem Leuchtturm, der erloschen ist. 
 Seine offizielle  Website  ist nicht mehr erreichbar. Seine Videos zum Thema Corona sind auf  «YouTube»  gelöscht worden. 
 Clemens Arvay hat sich auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Erscheinen seines Buches  «Corona-Impfstoffe: Rettung oder Risiko?»  (18.02.2021; Quadriga-Verlag) umgebracht.&amp;nbsp; 
 Warum er sich letztlich das Leben genommen hat, kann kein außenstehender Mensch wissen. Was ihn in den letzten Jahren beschäftigt hat, darüber hatte er jedoch mehrfach über «Facebook» oder «YouTube» berichtet. Arvay sprach von «Zermürbungstaktik» und «Psychoterror». 0 &amp;nbsp;Und das nehme ich zum Anlass, ihn einerseits zu würdigen und andererseits einen hässlichen Aspekt unserer heutigen Gesellschaft / Medienlandschaft zu betrachten. 
 Vorneweg möchte ich eine These aufstellen:  Die Welt braucht Menschen, die sich eben kein «dickes Fell zulegen» können. Die offen, verletztlich und sensibel bleiben. Jede und jeder von uns sollte von Clemens Arvay lernen: Man sollte sich eben schon «zu Herzen nehmen», was da draußen passiert. Dann würde nämlich so einiges gesunden. Und davon abgesehen sollte es natürlich auch nicht derart viele Gründe geben, um überhaupt ein dickes Fell haben zu müssen.  
     
  Clemens Arvay war ein außergewöhnlicher Mensch. Ein sensibler, sehr naturverbundener, zutiefst friedlicher Mensch mit festen Werten und strengen moralischen Ansprüchen an sich selbst und seine Arbeit.&amp;nbsp;  
 Es gibt eine Online-Enzyklopädie, die größte der Welt. Man sollte meinen, dieses «freie» und gemeinnützige Nachschlagewerk wäre im bestmöglichen Sinne objektiv&amp;nbsp;‒ ein seriöses, neutrales Werk. Ist es doch eine Art Gemeinschaftsprojekt, das demokratisch viele Stimmen&amp;nbsp;‒ und somit Korrekturen&amp;nbsp;‒ zulässt und eine gewisse Transparenz über die Entstehungsvorgänge eines Eintrags bietet. «Wikipedia» ermöglicht jedoch Menschen,  anonym  dort zu publizieren und zu editieren. 
 Was soll es einem sagen, wenn ein einzelner Account sich an einem Thema (in der Regel geistes- und politikwissenschaftlicher&amp;nbsp;Natur) festbeißt und dabei regelmäßig Tag  und  Nacht zugange ist? Ist das noch eine normale Person in ihrer Freizeit? Oder vielleicht vielmehr ein bezahlter Mensch oder ein bewusst eingesetzes Kollektiv? 
  «Man nimmt alles raus, was facheinschlägig ist von mir; man nimmt alle positiven Rezensionen auch raus, ersetzt sie durch negative und möchte mich sozusagen ganz weit weg von diesem Thema positionieren und dann noch mit schlechten Rezensionen eindecken. Man gräbt in meiner Vita offensichtlich Tag und Nacht.»  0   (Clemens G. Arvay)  
 Man sollte meinen, dass im Jahr 2023 eine Diversität an Meinungen und Forschungsergebnissen gewünscht wäre. Gewünscht bei der Enzyklopädie scheint es zu sein, bei «umstrittenen» Personen jede noch so kleine und unbedeutende (und natürlich auch gern große) Nachrichtenquelle, die in irgendeiner Weise negativ&amp;nbsp;berichtet, zu versammeln. Diese&amp;nbsp; Schandtaten eines Menschen&amp;nbsp; werden konstruiert zu einer Demontage der Person, die der Gesellschaft nicht passt bzw. nicht passen  soll . Gleich einer Art verschriftlichter&amp;nbsp; Weihnachtsmann-Standpauke  für ein Kind; doch das nicht am Jahresende, sondern 24/7 ‒ das ganze Jahr ‒ für jeden sichtbar. «Petzen» laufen zu Höchstformen auf, indem sie mit innerlich ausgestrecktem Finger schreiben dürfen und sollen: &quot;XXX hat mit XXX geredet!&quot;, &quot;XXX hat XXX behauptet!&quot; Zudem berichtete Arvay in einem eigenen, auf «YouTube» mittlerweile gelöschten Video davon, dass  wichtige Fachartikel  aus seiner eigenen Feder bewusst aus dem «Wikipedia»-Eintrag (Werkliste) entfernt wurden, etwa die Mitwirkung an einem Fachbuch bei einem renommierten akademischen Verlag ( Cambridge Scholars; University of Camebridge );&amp;nbsp;gleichzeitig wurde etwa ein privater, tendenziös-negativer, von der Pharmaindustrie mifinanzierter Blog zitiert 0 . Über die Manipulation von «Wikipedia» zugunsten der Pharmaindustrie hat übrigens «DER SPIEGEL» bereits 2011 berichtet ( «Wir bleiben im Hintergrund» ).&amp;nbsp; ‒ Bringt uns all das denn irgendwie in irgendeiner Form konstruktiv weiter?   
  «Ein so komplexes Geschehen wie COVID-19, das nach wie vor viele Fragezeichen beinhaltet, braucht einen umfassenden und differenzierten Diskurs, keine Denkverbote und keine Totschlagargumente.»  (Clemens G. Arvay in «Wir können es besser», S. 82, Quadriga-Verlag)  
 Im «Wikipedia»-Eintrag von Clemens G. Arvay (Stand 23.02.2023) ist gleich im ersten Absatz oben ‒  damit man gleich weiß woran man ist! &amp;nbsp;‒ zu lesen:  «Er fiel besonders durch irreführende Schlussfolgerungen über das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko der Corona-Impfstoffe auf.» 1  &amp;nbsp;Das ist Satz Nummer 4 seines gesamten Eintrages! Man  fällt  als Kind  auf , wenn man im Laden geklaut hat oder seine Unterhose auf dem Kopf trägt. Man  fällt  als Erwachsener  auf , wenn man sich in irgendeiner Weise fehlverhalten hat. In einer gesunden Gesellschaft «fällt» man als Wissenschaftler:in nicht «auf»; man «zeichnet» sich vielleicht aus. 
 Es fällt auf: In einem gesunden Online-Nachschlagewerk fällt man ebenfalls nicht auf. Ein Satz wie: «Er setzte sich kritisch mit dem Nutzen- und Risiko-Verhältnis der neuartigen Corona-Injektionen auseinander» wäre meiner Meinung nach viel eher angebracht.&amp;nbsp; 
 Arvay selbst hat auf seiner eigenen Website seinen «Wikipedia»-Eintrag, den er als «unterwandert» betrachtete 0 , eigens kommentiert und korrigiert, selbiges hat er sogar direkt auf «Wikipedia» mit einem eigenen Nutzeraccount erfolglos versucht.&amp;nbsp;(Dazu exemplarisch die schriftliche Stellungnahmen zweier Professoren  hier  und  hier , eine Bestätigung der Fachbereitsleiterin, die Arvays Diplomarbeit betreute,  hier  einsehen.) 
 Besonders frech und&amp;nbsp;dilettantisch: Sogar seine ‒ selbstverständlich dokumentierte ‒&amp;nbsp;Ausbildung wurde infrage bzw. falsch dargestellt. Ihm wurde von «Wikipedia» im Eintrag abgesprochen, dass er Biologe war (!). Zum Stand 26.02.2023 ist Arvay sagenhafterweise nach wie vor lediglich «Sachbuchautor». Arvay hatte zwei biowissenschaftliche Studienabschlüsse und sich schwerpunktmäßig professionell mit biologischer Wissenschaft befasst. Seine Ausbildung an einem biowissenschaftlichen Zentrum (Universität für Bodenkultur, Wien: « BOKU  - University of Natural Resources and Life Sciences - The University of Sustainability and Life») wurde als «landwirtschaftliche Schule» dargestellt.&amp;nbsp;Es wurde hinter den Kulissen des Weiteren wahnwitzigerweise&amp;nbsp;behauptet, das Fachgebiet  «Gesundheitsökologie»  wäre von Arvay erfunden worden, und der Begriff wurde zeitweise ebenfalls gelöscht. Seine Bücher zum Thema Gesundheitsökologie&amp;nbsp;wurden übrigens in zahlreiche Sprachen übersetzt, so auch ins Chinesische und Koreanische.&amp;nbsp; 
  «Das meiste von dem, was wir heute wissen, wird in der Zukunft widerlegt oder umgedeutet sein. So funktioniert Wissenschaft&amp;nbsp;‒ nicht durch blindes Vertrauen, sondern durch ständigen Zweifel.» (Matt Haig in «Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben», dtv)  
 Und dass das Corona-Thema nicht einen Hauptteil seiner Arbeit ausmachte, steht auf einem anderen Blatt. Die Gewichtung ist willkürlich; bei Arvay nimmt   «COVID-19 und Impfstoffentwicklung»   den weitaus größten Teil seines Deutschen Eintrags ein.  1   
 Der Eintrag strotzt nur so vor Herabwürdigung. So «versucht» Arvay eine Analyse, biete «exzessives Gerede», sei&amp;nbsp;‒ natürlich! ‒ «Verschwörungstheoretiker» und&amp;nbsp;‒&amp;nbsp;als Krönung der Geschmacklosigkeit&amp;nbsp;‒&amp;nbsp;ein «klassischer Corona-Trittbrettfahrer» mit seinen Büchern&amp;nbsp;‒ welche Bestseller wurden. Und millionenfach geklickten Videos.  1   
 Interessant bei alledem: Im&amp;nbsp; englischsprachigen «Wikipedia» &amp;nbsp;hingegen ist der Ton weitaus gemäßigter. 
   
  «(...) eine Beeinflussung der globalen Politik durch die Interessen vor allem der pharmazeutischen Industrie, die sich auf Corona aufgesetzt haben. Ich sage nicht, dass sie das erfunden haben oder dass es Fake ist, aber sie haben sich sehr stark darauf aufgesetzt. Und deswegen ist dieser Kurs jetzt mit Evidenzen nicht mehr korrigierbar. Ich erlebe es auch aus meiner Pressearbeit, wie massiv festgefahren das ist.  ‒&amp;nbsp; Habe ich noch nie erlebt zuvor. Sie sehen, ich bin auch sehr besorgt. (...) Ich lasse mich auch nicht einschüchtern. Da war ja die Agroindustrie und die Saatgutindustrie, mit der ich mich in der Vergangenheit angelegt habe, ein Kinderspiel dagegen.» 0  (Clemens G. Arvay)&amp;nbsp;  
 Arvay, der auch Musiker war, hat uns ‒ neben der differenzierten Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie und der Kritik beispielsweise an verkürzten Zulassungen bei den entsprechenden Impfstofffen ‒ wie gesagt noch viel mehr hinterlassen. Er wollte die Themen laut eines «Facebook»-Posts von vor ‒ auf den Tag genau&amp;nbsp;‒ einem Monat, am 24.01.2023, sogar ganz hinter sich lassen ( «Auf Shitstorms, Denunziation und Attacken aller Art auf mich habe ich schlicht keine Lust mehr.»  2   ). Er hat sich etwa kritisch mit den großen Lebensmittel- und Saatgutkonzernen auseinandergesetzt und dabei bewusst die Wichtigkeit und den Lösungsweg der regionalen, kleinteiligen Landwirtschaft und Selbstversorgung betont. Wir haben ihm zu verdanken, dass das japanische «Waldbaden» in unseren Breitengraden bekannter geworden ist, also die Heilkraft des Waldes mehr Aufmerksamkeit bekommt. Zu dieser «Waldmedizin» (Begriff von Arvay) war auch eine  Studie &amp;nbsp;in Verbindung mit der&amp;nbsp; Zirbelkiefer&amp;nbsp; von ihm geplant.     3&amp;nbsp;     2022 und 2023 setzte er sich verstärkt mit dem wichtigen Thema Selbstversorgung auseinander. 
 Heute, am Tag nach Bekanntwerden der erschütternden Nachricht, hat bislang kein einziges größeres oder großes deutsches Medium im Internet über seinen Tod berichtet (Stand: 10:00 Uhr). Lediglich «Wikipedia» hat sein Sterbedatum im Eintrag ergänzt. 
 Und man fragt sich wirklich, was in der Welt  menschlich  schiefläuft, wenn «Der Standard» (Österreich) in einer Meldung nach Arvays tragischem Suizid schreiben kann:  «Der an der Wiener Universität für Bodenkultur diplomierte Pflanzenwissenschaftler Arvay (...) hatte sich im Zuge der Corona-Pandemie äußerst erfolgreich als Impfskeptiker inszeniert.»  4   &amp;nbsp;(Stand vom 23.02.23, 20:30 Uhr) Wie geschmacklos so etwas wenige Tage nach dem Tod eines Menschen ist, fiel dann wohl auch der Redaktion auf, denn danach war «nur» noch der folgende Satz zu lesen:  «Der an der Universität für Bodenkultur diplomierte Pflanzenwissenschafter Arvay, der zuletzt auch Doktorand an der Universität Graz war, machte sich als erfolgreicher Sachbuchautor einen Namen. (...) Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der auch musikalisch begabte Arvay erfolgreich als Covid-Impfskeptiker positioniert.» 4  &amp;nbsp;(Stand 24.02.23, 9:30 Uhr). 
 Einige schlimme Hetzer machen sogar nach seinem Tod weiter. Zufällig habe ich einige Postings auf «twitter» entdeckt. Die Worte sind so widerwärtig, dass ich sie hier nicht wiedergeben kann. Warum darf so etwas geschrieben werden? 
 Die Hetze ging sogar so weit, dass Arvay von&amp;nbsp;einer österreichischen Universität als Doktorand nicht angenommen wurde, da diese von Kritikern im Vorfeld bewusst kontaktiert wurde.&amp;nbsp; 
 Wie bereits erwähnt wurde Arvay auch als «Verschwörungstheoretiker» bezeichnet. Und das, weil etwa «Verschwörungstheoretiker» sein Video geteilt haben (!) und er «RT Deutsch» ein Interview gab. Dabei hatte er sich zu Beginn des Interviews vom besagten Sender ausdrücklich politisch distanziert. (Mit Sicherheit hätte Arvay auch lieber dem ZDF ein Interview gegeben, wenn sie ihn denn gefragt hätten ...) Keine Relevanz hatte bei alledem der Umstand, dass Arvay mehrmals öffentlich gegen rechte Verschwörungstheorien und die Reichsbürgerszene  aufgetreten  ist.&amp;nbsp; 
  «Auch die Reichsbürger, mit denen habe ich mich angelegt, weil ich bin ja schon oft gegen rechte Verschwörungstheorien aufgetreten, das ist auch medial dokumentiert (...) Trotzdem versucht mich dieses Klientel durch perfide Art genau diesem Eck zuzuordnen, das ist völlig absurd.» 0 &amp;nbsp;(Clemens G. Arvay)  
 Soweit es für eine Außenstehende erkennbar ist, hat Clemens Arvay die Hetze der letzten Jahre nicht überlebt. Zumindest ist tragischerweise anzunehmen, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit ein Fundament, eine Vorgeschichte für den Schritt seines Freitods war.&amp;nbsp; 
 Arvays Arbeit, die er uns geschenkt hat, wird jedoch diese verrückte Zeit überdauern. Deshalb versammeln wir nachfolgend einige seiner Bücher und Videos. 
   
  «Ihr werdet mich nicht mundtot bekommen. Das verspreche ich euch.» 0  (Clemens G. Arvay)  Foto: Standbild aus Video  «Tiere als Heiler» , Clemens Arvay (CGArvay),&amp;nbsp;YouTube   
 Unsere Welt ist ärmer ohne Dich, Clemens Arvay.&amp;nbsp; 
  Wir können so nicht mit Menschen umgehen.   Beantworten wir Hetze&amp;nbsp; nicht  mit Hetze, sondern mit Dialog, Klarheit und Achtsamkeit.  
 In tiefer Dankbarkeit und Respekt, den Angehörigen Anteilnahme aussprechend. 
   «Der Frieden der Natur wird in dich strömen wie das Sonnenlicht in die Bäume.» (John Muir)   
    ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Naturfotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;  
     
   Bücher von Clemens G. Arvay bei MEERSTERN:    
 
  «Wir können es besser: Wie Umweltzerstörung die Corona-Pandemie auslöste und warum ökologische Medizin unsere Rettung ist»  (Quadriga-Verlag) 
  «Der Biophilia-Effekt: Heilung aus dem Wald»  (Ullstein-Verlag) 
  «Der Heilungscode der Natur»  (Goldmann-Verlag) 
  «Mit den Bäumen wachsen wir in den Himmel»  (Goldmann-Verlag) 
  «Hilfe, unser Essen wird normiert!»  (Redline-Verlag) 
  «In Zukunft selbstversorgt: Wegweiser in ein autarkes Leben»  (Lübbe-Verlag) 
  «Die Naturgeschichte des Immunsystems» &amp;nbsp;(Quadriga-Verlag) 
 
    Musik von Clemens G. Arvay bei «YouTube»:   
 
  «The Old Willow (Re-upload), Piano im Wald aus 2019»  
  «Garden Ballad»  
  «Late Summer Dance»  
  «Biophilic Tree»  
  «Archaic Trance»  
  «Wolf-Dieter Storl und Clemens Arvay: Improvisation mit Harfe und Mundharmonika»  
 
    Sehenswerte Videos:  &amp;nbsp; 
 
  «Wie gesund werde ich, wenn ich in den Wald gehe?»  bei Frank Elstner 
  «Die Bedeutung des Waldes für unser Immunsystem»  (Vortrag bei der Akademie für menschliche Medizin) 
  «Arvay diskutiert mit Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb: Mensch, Tier, Natur vor Profit»  
  «Arvay diskutiert mit Josef Zotter: Über das Essen von Tieren»  
 
    Quellennachweise (zzgl. Links direkt im Text):   
  0   https://www.youtube.com/watch?v=5VIKwcupOKo &amp;nbsp;(«Wikipedia hetzt gegen mich! (Clemens Arvay)», RPP Institut)  1   https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Arvay &amp;nbsp;    2   https://www.facebook.com/clemensarvay/?locale=de_DE   3   https://fwu.at/biodiversitaet-und-gesundheit-forschungsprojekt-zur-oeko-immunologie-im-naturpark-zirbitzkogel-grebenzen-2021-2024/   4   https://www.derstandard.de/story/2000143871001/biologe-und-corona-impfkritiker-clemens-arvay-gestorben  
   Einen poetisch-liebevollen Nachruf von Theologe Jürgen Fliege  lesen  oder&amp;nbsp; anhören .    «Zum Zeichen unserer Liebe, unserer Verbundenheit und unseres Dankes werden wir überall in Europa,  wo man Dich kennt, in diesem Frühling&amp;nbsp;‒ wenn der Frost den Boden verlassen hat ‒  Bäume pflanzen, die heimlich Deinen Namen tragen.» (Jürgen Fliege)      
     ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith (Text und Naturfotos), MEERSTERN.de &amp;nbsp;    
   
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                            <updated>2023-02-24T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Persönliches.</title>
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                                            Es braucht im Leben auch die Menschen, die die Stille bewahren. (Über die Verkleinerung von MEERSTERN.) Von Maria Rabia Rossmanith
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                   ES BRAUCHT AUCH DIE BEWAHRER DER STILLE.   
 Heute&amp;nbsp;‒ ziemlich genau 2 Jahre, nachdem ich meine Firma MEERSTERN verkleinert und somit viel mehr Zeit habe ‒, habe ich ich zum ersten Mal gespürt, was ich schon immer geahnt habe; und es hat sich angefühlt wie ein großes Geschenk und eine große Erleichterung. 
    «Kannst du nicht einmal den Mut bekommen, zu denken, du wärest auch ohne Leistung und Arbeit berechtigt zu leben? Kannst du dir nicht einfach mal gestatten, an etwas anderes zu denken als daran,  was du tun musst und was du zu machen hast?  Kannst du nicht einfach mal dich dem Empfinden überlassen, dass du berechtigt bist zu sein?»  (Eugen Drewermann; Buchauszug)    
 Diese Worte von Eugen Drewermann haben mich mein Leben lang erinnernd begleitet. Ich wusste, dass sie wahr sind. Aber erst jetzt, mit knapp 40 Jahren, kann ich die ihnen innenwohnende Wahrheit  fühlen . 
 Das war nicht immer so: Es war während eines wolkenfreien Vormittags, als ich über die bewaldeten Hügelketten des Bayerischen Waldes blickte. Zu diesem Zeitpunkt war ich frisch in der «neuen Zeit» herausgekommen&amp;nbsp;‒ hatte also erst seit wenigen Tagen viel weniger zu tun. Ich blickte in die Landschaft, sah die Weite, spürte den Raum, vernahm die Stille. Dahinter, darunter, daneben das Wissen, dass jetzt die Mehrheit aller Menschen&amp;nbsp;‒ in dem Moment gefühlt fast alle&amp;nbsp;‒ einer bestimmten Tätigkeit nachgehen: Im Stress, im Lärm, im Hamsterrad, in der Euphorie, in geregelten Bahnen, in künstlich beleuchteten Büroräumen ...&amp;nbsp;‒ Und diesen friedlichen Moment verpassen. Ich fühlte mich aufgeregt und irgendwie auch schuldig dabei. 
 Aufgeregt, da ich in diesem vogelfreien Raum sein durfte. Es fühlte sich an wie an einem Geheimnis teilzuhaben. Weil ich etwas wahrnahm, das zeitgleich wohl ganz wenige Menschen wahrnahmen. Und weil sich das Leben ganz neu anfühlte: unberührt und rein. Außerdem fühlte sich mein Körper erleichtert, da er von den intensiven, hinter mir liegenden Arbeitsjahren erschöpft und auch krank geworden war.&amp;nbsp; 
 Und schuldig fühlte ich mich, weil wohl jeder Mensch eine innere Überzeugung (beigebracht bekommen) hat, dass man doch Tag für Tag  etwas leisten  müsse, um eine gewisse Daseinsberechtigung zu haben. Und in meinem Fall war der hinter mir liegende Weg gewissermaßen «von 100 auf 0»&amp;nbsp;‒&amp;nbsp;glich also einer Vollbremsung. 
 Auch eine Spur Ängstlichkeit mischte sich in die Empfindungen. Ich wusste nicht, ob meine Firma meinen Lebensunterhalt mit der Verkleinerung überhaupt noch tragen würde. Es war ein Sprung ins Ungewisse, weil mir mein Körper keine andere Wahl ließ. Mein Körper gab in Form eines Burn-outs die Antwort. 
 Als ich Zuhause ankam, schrieb ich dem Lebensgefährten meiner Mutter*, der gar nicht mehr arbeitet (er lebt von seinem Ersparten), dass ich mich nun im selben Raum wie er befände: einer Art Parallelwelt. Mehr Menschen kannte ich nicht, die so lebten. 
 Die erste Zeit zeichnete sich insgesamt dadurch aus, dass ich die geschäftige Welt beobachtete. Und täglich lange Streifzüge mit meiner Hündin unternahm. Meinen Kopf leerte. 
    «Die Medien versuchen uns zu sagen: Unser Leben muss möglichst viel beinhalten&amp;nbsp;  damit wir ein erfülltes Leben haben&amp;nbsp;‒  &amp;nbsp;ganz viele Aktivitäten und Sachen. Aber wer sagt denn das? Wenn jemand glücklich ist, indem er sieben Tage die Woche auf einem Sessel sitzt und liest, oder die Sterne anguckt abends und tagsüber das Gras wachsen sieht, dann kann das Leben doch genauso erfüllt sein.» (Andrea Morgenstern)    
   
 Ich bin ein Mensch, der sehr viel Stille braucht. Das war immer schon so, schon als Kleinkind. Ich bin sogar ein Mensch, der ein gewisses Maß an grundlegendem Alleinsein braucht. Eine Einsamkeit, die mich eins sein lässt mit der Natur. 
 Das Maß und die Intensität an Arbeit, die ich in den 15 Jahren zuvor zeitweise erlebte, ließ mich oft nicht so handeln wie es meiner Seele entsprochen hätte. Ich fuhr etwa im Auto von A nach B und spürte genau, dass ich gerne spontan und intuitiv eine Abzweigung dazwischen genommen hätte, um einen Landstrich zu Fuß zu entdecken. «Keine Zeit!» antwortete meist die Vernunft&amp;nbsp;‒ und wir fuhren weiter, die Vernunft und ich. Ohne neue äußere und sicherlich auch neue innere Eindrücke.&amp;nbsp; 
 Und nun schließlich also, während irgendeines neuerlichen Vormittages, ziemlich genau zwei Jahre nachdem ich meine Firma verkleinert hatte, hörte ich dann diese leise Stimme. Ich blickte wieder in die Landschaft des Bayerischen Waldes, wieder war es Vormittag und wieder durchtränkte segnend eine angenehme Stille Wiesen und Wald. Die Stimme in mir sagte: 
  ES BRAUCHT IM LEBEN AUCH DIE MENSCHEN, DIE DIE LEERRÄUME BEWOHNEN.    DIE, DIE DIE STILLE BEHÜTEN.  
 Diese Offenbarung befriedete und bestätigte mich. Es fühlte sich rund an. Sie besänftigte mein Gemüt. Beruhigte den Verstand, der sich mitunter durchaus Sorgen macht, ob so eine Entschleunigung und Verkleinerung die finanziellen Kosten in meinem Leben weiter trägt. Ob eine nicht aggressiv-werbende Firma mit leisen-weisen Büchern in der heutigen Zeit überhaupt noch gehört wird. 
 Ich versuche es. Und bisher klappt es glücklicherweise. 
 Ich werde auch getragen durch die Stille in der Natur. 
 Denn ich habe jetzt noch einen zweiten Job (und nicht nur ich). Eine gewissermaßen unsichtbare Arbeit, aber eine wichtige. 
 Dort, wo ich mich nun bewege, ist es einsamer. Man wird weniger bis gar nicht gesehen. Aber man selbst sieht sehr viel mehr als vorher. 
 Man darf die Stille behüten. 
   
 
 Wand-Kalender 2024 zum Thema  «Hüterin der Stille»  
 Buch zum Thema Entschleunigen:  «Mach mal halblang» von Matt Haig &amp;nbsp; 
 Buch zum Thema Hochsensibilität:  «Wenn dir alles unter die Haut geht» von Judith Orloff &amp;nbsp; 
 Passendes Kinderbuch  «Frederick»  
 Mein eigenes Buch:&amp;nbsp; «MARESOPHIE» &amp;nbsp; 
 Fotos von meinen Streifzügen:&amp;nbsp; «SEELENBILDER»  
 Freuen sich die Bäume und Blumen darüber, wenn wir sie bewusst wahrnehmen? Und vielleicht sogar ihre Wesenheiten? Celine Salema Neumann hat dazu berührende und klare Worte gefunden. Hier auf&amp;nbsp; YouTube  &amp;nbsp;entdecken.  
 
  &amp;nbsp; * Die Antwort des Lebensgefährten meiner Mutter war übrigens die folgende:&amp;nbsp;   «Wann ist eine Tat denn eine Arbeit?   Oder im mathematisch-physikalischen Sinne (Arbeit pro Zeiteinheit) gar eine Leistung?   Wenn man bunte Scheine dafür kriegt?   Achtung in der Gesellschaft erreicht?  
  Und wer hebt die Schnecke vom trockenen Asphalt weg,   streichelt die dir freundlich gesonnen entgegenkommende Katze,   gießt die austrocknende Pflanze am Eck des verlassenen Hauses,   schaut bewundernd den Kranichen nach die einen langen Weg auf sich nehmen,   setzt sich still neben die Bäume und ist dankbar ob deren ruhigen geduldigen Wesens,   hört sich die Sorgen und Nöte immer einsamer werdenen Mitmenschen an?     Auf dass die Welt leiser wird ... »    
   ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith, MEERSTERN.de &amp;nbsp;  
   
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                            <updated>2023-02-09T09:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Einfaches Brot-Rezept (vegan): Dinkel-Brot selber machen</title>
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                                            Nach unserem Brötchen-Rezept folgt hier noch ein einfaches Dinkel-Brot-Rezept.
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            <content type="html">
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                   Zutaten Basisrezept Brot (vegan):   
 
  700 g (Bio-)Dinkel-Mehl (1050er)&amp;nbsp;  
  1/2 Päckchen Trocken-Hefe  
  15 Gramm Salz (je nach Geschmack; 15-20 g)  
  500 ml warmes Wasser  
  etwas vegane Butter  
  optional: Körner, Saaten, Brotgewürz  
  Kastenbackform (ca. (!) 35 cm lang, 13 cm breit und 8 cm hoch = Innenmaße); ggf. zwei Formen  
 
    1. Das Mehl mit der Hefe und dem Salz vermischen. Warmes Wasser hinzugeben und mit einem großen Löffel oder furchtlosen Händen (siehe Schritt 1.1) gut miteinander vermengen.    ( Sie können noch 1 gehäuften Teelöffel Brotgewürz hinzufügen, geschmacklich aber kein Muss. Es können auch 100 g Vollkornmehl und 600 g 1050er Mehl verwendet werden, dann werden 50 ml mehr Wasser benötigt. 100 g Mehl können auch durch 100 g Leinsamen, Sesam, Haferflocken, gekochten Hirse etc. ersetzt werden. Das Brot wird mit dem vorliegenden Basisrezept ein saftiges Brot, Sie können mit dem Wasseranteil je nach Geschmack experimentieren.  ).&amp;nbsp;  
  (Optional: Schritt 1.1:&amp;nbsp;Nachdem die Zutaten mit dem Wasser vermengt wurden, kann der Teig noch mit den Händen 10 bis 15 Minuten geknetet werden. Das lange Kneten lässt das Brot aromatischer schmecken und bringt noch mehr Fluffigkeit hinein, außerdem wird die Kruste krosser.&amp;nbsp;Wichtig: Dass der Teig dabei sowohl an den Händen, als auch auf der Arbeitsfläche kleben bleibt ist normal! Auch wenn das ungewohnt sein mag, wird man nach einiger Zeit feststellen, dass sich die Beschaffenheit des Teiges verändert. Das Gluten im Dinkel bildet Fäden und der Teig wird insgesamt zäher. Wenn der Teig eine glatte Oberfläche bekommen hat und weniger an den Händen klebt, ist er ausgeknetet. Beim Kneten kann man nichts falsch machen, außer Dinkelteig zu lange zu kneten. Einfach ziehen, dehnen, drücken, vermischen!)  
   2. Teig mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen, zwischendurch ein bis zwei Mal mit dem Löffel von außen nach innen «falten», ist aber kein Muss.    (Wir lassen den Teig über Nacht oder über den Tag gehen. Der Teig benötigt mindestens 8 Stunden um schön aufzugehen, gerne auch 12 Stunden oder länger. Eine längere Gehzeit ist gesünder und das Brot wird aromatischer; außerdem benötigen Sie so weniger Hefe.)  
   3. Nun die Brotbackform mit der veganen Butter großzügig einfetten und den Boden sicherheitshalber noch mit etwas Mehl oder Gries bestreuen. Teig locker in die Form geben, oben mit einem in Wasser getauchten Löffel etwas glattstreichen und nochmals 15 Minuten bis eine halbe Stunde gehen lassen. Den Backofen währenddessen auf 230 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen (unserer benötigt hierfür 15 Minuten); eine große feuerfeste Tasse mit Wasser auf den Backrost oder Backofenboden stellen.&amp;nbsp;Sobald der Ofen aufgeheizt ist, das Brot mit einem in Wasser getauchten Messer längs einschneiden, damit es während des Backvorgangs nicht seitlich aufreißt und rasch in den Ofen zur Tasse stellen. Nun 10 Minuten backen lassen, dann die Temperatur auf 210 Grad herunterstellen und das Brot noch weitere 35 Minuten weiterbacken lassen. Insgesamt also 45 bis 50 Minuten backen&amp;nbsp;‒ je nach Ofen.&amp;nbsp;      
   4. Das Brot behutsam aus der Form fallen lassen.    (Wenn es in der Form festkleben sollte, keine Panik :-) Einfach ein paar Minuten umgekehrt stehen lassen: durch die entstehende Feuchtigkeit löst sich das Brot von selbst aus der Form.)  
 Auch wenn es schwerfällt: Abkühlen lassen vor dem Verzehren :-)! 
  PS: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Brot mit konventioneller (nicht bio) Hefe besser gelingt. Um die Energie im Backofen optimal auszunutzen, machen wir immer gleich zwei Brote auf einmal und frieren eines davon ein.&amp;nbsp;      
 
 Zum Blogeintrag   «Einfaches Brötchen-Rezept (vegan): Semmeln selber machen»   
 
   Passende Bücher zum Thema im MEERSTERN-Shop :&amp;nbsp; 
 
  Selbstversorgung: Dein eigenes Gemüse anbauen, mit Hühnern kuscheln, in selbstgebackenes Brot beißen  
  Backen nach Ayurveda: Kuchen, Torten und Gebäck  
  Holzbacköfen im Garten: Bauanleitungen für Lehm- und Steinöfen  
 
  &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith, MEERSTERN.de&amp;nbsp;  
 
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                            <updated>2022-10-11T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Was ist Erleuchtung?</title>
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                                            Geschichte «Sieleuchtung». Ein Gastbeitrag von Equiano Intensio.
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                <![CDATA[
                   Eine junge Frau, die bereits einige Jahre auf ihrem spirituellen Weg war und ihr Leben stetig bewusster gestaltete, fragte sich eines Tages nach einer tiefen Meditation, was es eigentlich mit dieser Erleuchtung auf sich habe.     Einst war diese den spirituell Suchenden sehr erstrebenswert, und in der heutigen, modernen Spiritualität ist dieses Thema fast schon verpönt und wird als etwas Negatives abgetan. Beide Ansätze kamen der jungen Frau intuitiv ungeeignet vor, denn irgendwie spürte sie, dass es einen Grund haben musste, dass in nahezu allen spirituellen, religiösen, esoterischen und philosophischen Traditionen von solch einem besonderen Seinszustand die Rede war.     Ihre spontane Recherche ließ sie zu verschiedensten spirituellen Lehrern reisen, und neugierig achtete sie stets genau darauf, was sin der Gegenwart dieser Leute fühlte.&amp;nbsp;   
   Einige dieser Lebenslehrer beeindruckten sie sehr und eröffneten ihrem Denken und Handeln ganz neue Möglichkeiten. Doch war sie sich sicher, dass keiner von ihnen erleuchtet gewesen war. Und gerade, als sie ihre Absicht, einen erleuchteten Menschen zu treffen, abgelegt hatte, kam ihr zu Ohr, dass in einer bekannten Stadt mitten in Europa eine erleuchtete Meisterin ein großes Unternehmen leitete. Das verdutzte sie zuerst, da sie andere Erwartungen an das Leben solch einer Person hatte, doch dann öffnete sie sich wieder und begegnete den Dingen vorurteilsfrei.     Sie folgte weiter ihrem inneren Ruf und stand auch schon bald vor dem einladenden Firmengebäude der angeblichen Meisterin.     Kurz darauf traf sie diese auch, als sie zu ihr ins Büro gelassen wurde. Auf Anhieb spürte die junge Frau, dass die Frau vor ihr eine erleuchtete Meisterin war, und ihr Gefühl ließ sich nicht durch die Geschäftskleidung der schönen Frau vor ihr trügen. Wie paralysiert und mit großen Augen fragte die junge Frau ohne Umschweife:    
   «Sag mir, was es bedeutet, erleuchtet zu sein?» &amp;nbsp;   Wortlos führte die Meisterin sie aus dem Firmengebäude, hinaus auf eine Wiese, zog die Schuhe aus und blickte sie im herrlichsten Strahlen der Sonne mit freudig glänzenden Augen an.     Die junge Frau verstand sofort, jedoch auf einer anderen Ebene jenseits des Verstand  es.&amp;nbsp;    Nach einem Moment der Zeitlosigkeit, während sich die beiden Frauen in die Augen sahen, fragte die Jüngere des Weiteren: «Und was kommt nach der Erleuchtung?»     Ohne zu zögern nahm die Meisterin sie wieder mit in ihr Büro, setzte sich dort erneut wortlos an den Schreibtisch und ging mit tiefer Freude ihren Tätigkeiten nach.&amp;nbsp;   
     ✵      
 
  Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch «Emotional klar» von Equiano Intensio. Hier im MEERSTERN-Shop zum  Buch   «Emotional klar»    gelangen.    
   Equiano Intensio:&amp;nbsp; Equiano bezeichnet sich als «lernender Lebenslehrer». Er ist für uns ein Mensch, der wirkliche Weisheit und eigene authentische Lebenserfahrung weiterzugeben hat. Nichts ist gewollt, angestrengt, abgehoben oder in irgendeiner Form gekünstelt. Im Gegenteil: einfach, authentisch und liebevoll ... Wir gucken immer wieder einmal Videos (siehe YouTube!) von ihm an, und zehren dann von der Tiefe der (Gefühls-)Erkenntnisse einige Zeit lang. Manchmal ist es so gehaltvoll, dass einige wenige Minuten erst einmal ausreichen. Equianos Worte sind nichts, was man in irgendeiner Weise konsumieren könnte, sondern man versteht es Stück für Stück und nimmt sich Zeit. Er spricht in eigenen Worten, gibt nicht weiter was er von anderen gehört oder gelesen hat und jeder Satz bringt es auf den Punkt. Viel Freude beim Entdecken!&amp;nbsp;    
  Hier zur  Website des   «Zentrum für Ganzheitliche Selbsterkenntnis»    von Equiano und Katharina gelangen.  
 
 &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  © mit freundlicher Genehmigung von Equiano Intensio. MEERSTERN.de&amp;nbsp;  
   
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                            <updated>2022-09-30T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Einfaches Brötchen-Rezept (vegan): Semmeln selber machen</title>
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                                            Aufgrund regelmäßiger Nachfrage aus dem Bekanntenkreis haben wir uns gedacht, dass das Rezept, wie wir Brötchen einfach, gesund und kostengünstig (ca. 15-20 Cent pro Bio-Brötchen!) selbst machen, auch etwas für den Blog wäre.
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                <![CDATA[
                   Zutaten Basisrezept Brötchen (vegan):   
 
  600 g (Bio-)Dinkel-Mehl (630er)&amp;nbsp;  
  1/2 Päckchen Trocken-Hefe  
  1 TL Salz (gehäuft)  
  350-400 ml handwarmes Wasser  
  optional: Körner, Saaten, Brotgewürz  
 
  1. Das Mehl mit der Hefe und dem Salz vermischen. Das Wasser hinzugeben und mit einem großen Löffel oder per Hand gut miteinander verkneten. ( Sie können noch Brotgewürz hinzufügen, geschmacklich aber kein Muss. Die Wassermenge hängt von der Mehlart und anderen Faktoren und persönlichem Geschmack ab, gerne mal mit mehr, mal mit weniger ausprobieren!  ).&amp;nbsp;  (1.1 Optional:&amp;nbsp;Nachdem die Zutaten mit dem Wasser vermengt wurden, kann der Teig noch mit den Händen geknetet werden. Wir kneten 10-15 Minuten. Das lange Kneten verstärkt das Aroma und das Brötchen hat am Ende eine fluffigere Struktur. Bei mehr Wasseranteil klebt der Teig zunächst an Händen und Arbeitsfläche, das ist vollkommen normal.)  
 2. Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.  (Wir lassen den Teig bis zu 10 Stunden über Nacht stehen. Der Teig benötigt mindestens 5 Stunden um schön aufzugehen. Wenn Sie eine ganze Packung Hefe benutzen, dauert es kürzer. Allerdings ist eine längere Gehzeit gesünder und die Brötchen werden aromatischer; außerdem benötigen Sie weniger Hefe.)  
 3. Nun auf ein Backblech Backpapier auslegen und je nach Geschmack nach und nach Flächen einstreuen mit Mohn, Sesam, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Gries usw. und auf diese mit einem Esslöffel den Teig platzieren.  (Es kann stattdessen auch Mehl verwendet werden; Körner und Mehl verhindern das Festkleben am Backpapier.)  
 Unsere Menge ergibt ungefähr 8 Semmeln, wie man in Bayern sagt :-) 
 4. Bei 210 Grad Ober- und Unterhitze auf mittlerer Schiene ca. 25 Minuten Backen.&amp;nbsp; 
 Viel Freude beim Ausprobieren und Verzehren!&amp;nbsp; 
  PS: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Brötchen mit konventioneller (nicht bio) Hefe besser gelingen. Sie können die Mehlzusammensetzung natürlich beliebig abändern, z.B. 100 g des 630er-Mehles durch Vollkorn-Mehl (Dinkel, Buchweizen etc.) ersetzen; dann brauchen Sie nur etwas mehr Wasser.&amp;nbsp;      
 
 Zum Blogeintrag   «Einfaches Brot-Rezept (vegan): Dinkel-Brot selber machen»     
 
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  Selbstversorgung: Dein eigenes Gemüse anbauen, mit Hühnern kuscheln, in selbstgebackenes Brot beißen  
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  &amp;nbsp;&amp;nbsp; 
  ©&amp;nbsp;Maria Rabia Rossmanith, MEERSTERN.de&amp;nbsp;  
 
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                            <updated>2022-09-07T08:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Ein paar Lieder: Lebensfreude, Trost und Tiefgang</title>
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                                            In Zeiten wie diesen hilft Musik.
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                 In Zeiten wie diesen hilft Musik. Mit Lebensfreude, Trost oder tiefergehenden Texten. Anbei eine kleine, bunt gemischte Auswahl aus dem MEERSTERN-Büro:&amp;nbsp; 
  https://www.youtube.com/watch?v=0JQ0xnJyb0A   Отава Ё: Сумецкая  
  https://www.youtube.com/watch?v=XTPGpBBwt1w  K.I.Z. ft. Henning May: Hurra die Welt geht unter 
  https://www.youtube.com/watch?v=KiDBf2pTDvg  Antilopen Gang: Pizza 
  https://www.youtube.com/watch?v=F61Ve-lH4fY  Almerím: Querfäldi 
  https://www.youtube.com/watch?v=WPJ6vMDCbfg  Xavier Naidoo: Renaissance der Liebe   https://www.youtube.com/watch?v=YyFM-pWdqrY  Yael Deckelbaum: Prayer of the Mothers   https://www.youtube.com/watch?v=BcbKoY7XpJE  Trio Mandili: Psalm 50 
  https://www.youtube.com/watch?v=zOvsyamoEDg  Faun: Federkleid 
 
 Hier unsere Rubrik  CDs  entdecken.&amp;nbsp; &amp;nbsp; 
 
   © Maria Rabia Rossmanith, MEERSTERN.de&amp;nbsp;  
   
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                            <updated>2022-06-28T11:00:00+02:00</updated>
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